Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weiße Biotechnologie: Katalysatoren der Natur im Fokus der Forscher

11.04.2006
Aminosäuren als Bausteine für Antibiotika oder eine Vorstufe für das Vogelgrippemedikament Tamiflu aus Glucose: Das Spektrum der Themen reicht weit, wenn von Dienstag, 18. bis Freitag, 21. April 2006, über 200 Biotechnologie-Experten aus mehr als 20 Nationen an die TU Graz kommen, um erstmals im Rahmen eines wissenschaftlichen Kongresses über mehrstufige Enzymprozesse zu diskutieren. Gemeinsam mit der "European Federation of Biotechnology" lädt das Kompetenzzentrum "Angewandte Biokatalyse" (AB) zur Tagung "Multistep Enzyme Catalysed Processes".

Lebensmittel-, Textil-, oder Papierindustrie und Pharmazie profitieren bereits von den umweltfreundlichen und kostengünstigen Verfahren. Als ökologisch und ökonomisch viel versprechende Alternative zu chemischen, physikalischen oder mechanischen Prozessen gewinnen biotechnologische Verfahren immer mehr an Bedeutung. In der so genannten "Weißen Biotechnologie" nutzen Wissenschafter natürliche Mittel für industrielle Prozesse. "Um Lebensvorgänge zu steuern, setzt die Natur Enzyme oder Mikroorganismen als Katalysatoren ein. Am Kompetenzzentrum ’Angewandte Biokatalyse’ an der TU Graz verwenden wir diese Katalysatoren der Natur auch im Labor", erläutert der wissenschaftliche Leiter des Grazer AB-Zentrums, Herfried Griengl, der die Tagung nach Graz geholt hat. Biokatalytische Reaktionen sind sehr selektiv, das heißt, dass von vielen möglichen Reaktionswegen ein ganz bestimmter beschritten wird - ein entscheidender Vorteil vor allem für pharmzeutische Anwendungen. Im Rahmen der Grazer Konferenz diskutieren Experten erstmals im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums über Mehrstufenenzymprozesse.

Graz hat sich in den letzten Jahren zum österreichischen Zentrum der Weißen Biotechnologie entwickelt: Bereits Anfang der 90er Jahre wurde mit dem zehnjährigen Spezialforschungsbereich Biokatalyse an der TU Graz der Grundstein für die Erfolgsgeschichte der biotechnologischen Forschung in Graz gesetzt. Die TU Graz ist Hauptgesellschafter des 2002 gegründeten Kompetenzzentrums, in dem insgesamt vierzehn universitäre und sechzehn industrielle Partner zusammen arbeiten.

Termin: 18.-21. April 2006
Ort: TU Graz, Rechbauerstraße 12
Rückfragen: O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Herfried Griengl
Email: griengl@TUGraz.at; Tel: +43 (0) 316 873 8240

Mag. Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.a-b.tugraz.at/mecp06

Weitere Berichte zu: Biotechnologie Enzym Katalysator Kompetenzzentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Der erste Blick auf ein einzelnes Protein
18.01.2017 | Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart

nachricht Unterschiedliche Rekombinationsraten halten besonders egoistische Gene im Zaum
18.01.2017 | Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das menschliche Hirn wächst länger und funktionsspezifischer als gedacht

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio

18.01.2017 | Verkehr Logistik