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Neue Daten geben Auskunft über Pflanzenkrankheit

27.03.2006
Für Bauern und EU-Behörden besitzt der Schutz europäischer Bioerzeugnisse vor Pilzinfektionen einen hohen Stellenwert. Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts SAFE ORGANIC VEGETAB wurde der Anbau von Bio-Karotten unter Ausschluss der Einwirkungen von Pilzschädlingen wie Alternaria radicina untersucht.

Alternaria radicina ist ein sehr bekannter krankheitserregender Pilz und löst bei Karotten die Schwarzfäule aus. Die Zellen von Alternaria radicina produzieren ein Pflanzengift mit dem Namen Radicin, dessen Rolle zuvor noch nicht erforscht wurde. Im Rahmen des Projekts SAFE ORGANIC VEGETAB forschte man am Wissenschaftlichen Institut für Nahrungsmittelproduktion in Italien an den Zusammenhängen zwischen der Toxinpräsenz bei Pflanzen und der Schwarzfäule.

Anfängliche Wachstumsstudien ergaben, dass Alternaria radicina neben Radicin auch noch ein weiteres, strukturell ähnliches Toxin produziert: Epi-Radicinol. Dieses neu bestimmte Toxin hat gemeinsam mit Radicin einen toxischen Einfluss auf Karottenkeimlinge. Die Hauptauswirkung bestand in einem gehemmten Wurzelwachstum.

Epi-Radicinol kommt erwiesenermaßen, wie auch Radicin und andere Radicionole, natürlich bei von Schwarzfäule befallenen Karotten vor. Wenn man die Forschungsergebnisse und die gewonnenen Daten gemeinsam betrachtet, kann angenommen werden, dass das neue Toxin Epi-Radicinol am Schwarzfäulebefall beteiligt ist.

Diese neuen Studien können Licht in das Dunkel um den Krankheitserreger Alternaria radicina bringen und Wege aufzeigen, um die Pflanzen davor zu schützen. Es gibt bereits neue Verfahren für die Produktion, Isolation und Analyse von Epi-Radicinol, die sich in neuen Experimenten als Hilfsmittel erweisen könnten, um Lösungen im Kampf gegen die Schwarzfäule zu finden.

Michele Solfrizzo | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ispa.cnr.it/

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