Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Verfahren aus Magdeburg sorgt für Aufsehen auf der BioTechnica

10.10.2001


Auf einer weltweit wichtigsten Messe für Biotechnologie, der BioTechnica in Hannover, präsentiert die Magdeburger KeyNeurotek AG mit Telomics® ein neues Verfahren für die Pharmakaentwicklung.


Die Suche nach neuen Wirkstoffen gehört weltweit zu den Schwerpunkten im Bereich der Medikamentenforschung. Mit Hilfe modernster Verfahren ist es möglich, sowohl die Zielstrukturen (Targets) für zukünftige Medikamente zu bestimmen wie auch neue Wirkstoffe zu finden. Ein Teil dieser Verfahren ist inzwischen automatisiert, so dass in relativ kurzer Zeit eine große Anzahl möglicher Targets und Wirkstoffe gefunden werden. In sehr aufwändigen und langwierigen Untersuchungen muss dann überprüft werden, welche dieser Targets und Wirkstoffe für die Entwicklung neuer Medikamente geeignet sind. Die Magdeburger KeyNeurotek AG hat ein Verfahren entwickelt, welches diese Phase erheblich verkürzt. Bei der Telomics® -Technologie werden Gewebekulturen verwendet, an denen bestimmte Krankheiten simuliert werden können. Mit Hilfe dieser Gewebekulturen können in kürzester Zeit sowohl die Targets wie auch die Wirkstoffe auf krankheitsrelevante biologische Effekte untersucht werden. Die Entwicklung von Pharmaka wird sich dadurch erheblich beschleunigen. Die KeyNeurotek AG hat Telomics® zunächst für den Bereich der Hirnerkrankungen entwickelt, weltweit einer der Schwerpunkte in der gegenwärtigen Pharmaforschung. Grundsätzlich kann die Technologie jedoch für alle Gewebetypen eingesetzt werden.

„Telomics wird in den nächsten Jahren die Pharmaforschung erheblich beeinflussen, so Dr. Frank Striggow, Vorstand des Unternehmens. „Die KeyNeurotek AG verfügt damit über eine Technologie, mit der neue Medikamente schneller und kostengünstiger entwickelt werden können.“

Trotz eines insgesamt schwierigeren Umfeldes hat die KeyNeurotek AG die erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Durch öffentliche und private Venture Capital Fonds wurden insgesamt 3,5 Mio. Euro bereitgestellt, um das weitere Wachstum der Gesellschaft zu begleiten. Gegenwärtig beschäftigt das Unternehmen 10 Mitarbeiter, eine Verdoppelung des Personals ist für die nächsten 12 Monate geplant. KeyNeurotek bietet integrierte Dienstleistungspakete auf Basis der Telomics® -Plattform für die Pharma- und Biotechindustrie an. Darüber hinaus setzt das Unternehmen eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte um.
„Die Fallzahlen von neurodegenerativen Erkrankungen wie Schlaganfall oder Alzheimer steigen in den Industrienationen ständig an“, so Prof. Klaus Reymann, wissenschaftlicher Vorstand der KeyNeurotek AG. „Pharmaunternehmen und Wissenschaftler suchen weltweit nach neuen Substanzen für die Vorbeugung und Heilung. Die KeyNeurotek AG kann für diesen Bereich erhebliche Kompetenzen nachweisen.“
Das Unternehmen ist eine Ausgründung der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität und dem Leibniz-Institut für Neurobiologie. Seit über 3 Jahrzehnten ist der Standort Magdeburg eines der führenden europäischen Zentren im Bereich der Neurowissenschaften.

Kontakt:
Dr. Frank Striggow
KeyNeurotek AG
Leipziger Str. 44
Tel. +49 (0)391 6117220
Fax. +49 (0)391 6117221
frank.striggow@keyneurotek.de
D-39120 Magdeburg

| KeyNeurotek AG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neurobiologie - Die Chemie der Erinnerung
21.11.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

nachricht Diabetes: Immunsystem kann Insulin regulieren
21.11.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Antarktisches Meereis: mehr Schutz als Vorratskammer für Krilllarven

22.11.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Europäisches Konsortium baut effizientestes Rechenzentrum der Welt

22.11.2017 | Informationstechnologie

CAU-Wissenschaftlerin erhält EU-Förderung zur Entwicklung neuer Implantate

22.11.2017 | Förderungen Preise