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Ein körpereigenes Protein das Leben rettet

22.02.2006


In einer medizinischen Studie, die in der Februarausgabe des Nature Immunology veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler des Monash Institute of Medical Research (MIMR) ein Protein entdeckt, das den Tod vieler Menschen durch septische Schocks, an denen weltweit täglich 1400 Menschen sterben, verhindern könnte.



Das körpereigene Protein verhindert, dass Verletzungen - auch kleinste Schnitte - zu einem lebensgefährlichen septischen Schock führen können. Die Wissenschaftler fanden heraus, wie das Protein, genannt SOCS1, im Immunsystem des Menschen mit dem Schlüsselprotein Mal zusammenwirkt.

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Wie der promovierte Wissenschaftler Dr. Ashley Mansell erklärt, löst das Mal Protein bei jeder bakteriellen Infektion normalerweise eine Kettenreaktion aus, welche das Immunsystem dazu veranlasst, die Infektion zu bekämpfen. Sobald die Infektionsgefahr vorüber ist, signalisiert das SOCS1 Protein dem Mal Portein die Abwehrreaktion zu beenden. Im Falle eines septischen Schocks jedoch wird das Signal vom Mal Eiweiß nicht empfangen, so dass die Immunreaktion bestehen bleibt. Das Immunsystem reagiert über und beginnt sämtliche, auch gute, Zellen des menschlichen Körpers anzugreifen.

Den Wissenschaftlern des Monash Institutes ist es gelungen, das SOCS1 Protein so zu manipulieren, dass es bei einer solchen Überreaktion des Mal Eiweißes dieses zerstört. Die Zerstörung des Proteins reguliert das Immunsystem und reduziert das Risiko einen septischen Schock zu erleiden um ein Vielfaches. Dieser Vorgang bezieht sich ausschließlich auf bakterielle Infektionen. Das Besondere an den neuen Erkenntnissen ist, dass die Zerstörung des Mal Proteins die Immunreaktion des Körpers auf andere Infektionen, beispielsweise durch Viren, nicht beeinträchtigt.

Das Monash Institute of Medical Research vereint Forschungszentren der Monash University sowie weitere Southern Health Forschungseinrichtungen. Professor Paul Hertzog, Direktor des MIMR Centre for Functional Genomics and Human Disease, unterstreicht den mit der Entdeckung verbundenen, anzunehmenden Fortschritt in der praktischen Medizin bei der Behandlung von unter einem septischen Schock leidenden Patienten.

Weitere Informationen:
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Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Verwaltungsstelle aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
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