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Der Kampf gegen Virusinfektionen bei Schafen

21.02.2006


Das Jaagsiekte Retrovirus beim Schaf (JSRV) ist für das Auftreten infektiöser Lungentumore bei Schafen verantwortlich. Im Rahmen des LIFE QUALITY-Programms wurde ein spezifisches Projekt zur Bestimmung der molekularen Vorgänge während einer JSRV-Infektion und zur Beurteilung neuartiger Impfstoffanwärter gegen diesen Virus finanziert.



Den Vorsitz des Projektkonsortiums hatte das Moredun Research Institute, dessen Forscher zahlreiche Untersuchungsrichtungen verfolgten. Ihr Ziel lag nicht nur darin, den Weg der Virusinfektion zu verstehen, sondern auch darin, spezielle Therapie- bzw. Schutzmaßnahmen gegen eine solche Infektion vorzuschlagen.



Die Forscher konnten Immunreaktionen auf bestimmte JSRV-Proteine auslösen. Die erzeugten Antikörper konnten in infizierte und nicht infizierte Schafpopulationen eingebracht werden, wo sich herausstellte, dass diese Art von Virusinfektion nicht die Antikörperproduktion hemmt. Dies könnte sich als entscheidendes Ergebnis erweisen, da es bedeutet, dass aus molekularer Sicht ein Impfstoff gegen JSRV möglich wäre, der nach einer Infektion verabreicht werden kann.

Die Forscher konzentrierten ihre Bemühungen auf die Impfstoffentwicklung und richteten ihr Augenmerk dabei auf Möglichkeiten, die Antikörperbildung über den Einsatz spezifischer JSRV-Proteine einzuleiten. Für die Bildung rekombinanter JSRV-Proteine wurde eine Reihe unterschiedlicher Genkonstrukte namens Plasmide erzeugt. Diese Proteine könnten Teil zukünftiger Impfstoffprodukte sein, könnten aber auch für weitere Forschungszwecke genutzt werden. Deshalb gilt die Produktion von Plasmiden auch als bedeutender Durchbruch.

Es ist möglich, dass die Entdeckung eines effizienten Impfstoffs gegen JSRV einen lukrativen Veterinärmarkt erschließen wird, möglicherweise auch auf globaler Ebene. Insgesamt hat das Moredun Institute zahlreiche Forschungsprobleme in Zusammenhang mit der JSRV-Infektion und seiner Behandlung gelöst. Im Rahmen der Bestrebungen, diesen Forschungszweig weiter zu fördern, eventuell sogar bis hin zur Entdeckung und Entwicklung eines entsprechenden Impfstoffs, möchte das Institut nun Verbindungen in Form einer weiteren Finanz- bzw. Forschungsunterstützung eingehen.

Dr. Christina Cousens | ctm
Weitere Informationen:
http://www.moredun.org.uk

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