Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Ansatz zur Entwicklung von Impfstoffen gegen Vogelgrippe

02.02.2006


Gentechnik soll zeitsparende Alternativen ermöglichen



Wissenschafter der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben einen Impfstoff entwickelt, für den sie ein Gen eines Stammes des tödlichen H5N1 Vogelgrippevirus in einen Grippevirus eingefügt haben. Die Weiterentwicklung wurde anders als bei herkömmlichen Impfstoffen nicht in den Eiern von Hühnern sondern in Zellkulturen vorgenommen. Experten wie John Oxford von der Barts and the Royal London School of Medicine and Dentistry erklärten, die in Lancet veröffentlichte Studie sei technisch interessant aber nicht von unmittelbarem Nutzen.

... mehr zu:
»H5N1 »Impfstoff »Pandemie »Virus »Vogelgrippe


Die Häufung der Erkrankungen an H5N1 beschleunigt die Suche nach einem Impfstoff, der bei einer Pandemie eingesetzt werden kann. Das Problem besteht darin, dass eine Pandemie nicht von einem bei Vögeln vorkommenden Virusstamm verursacht werden würde. Es wird wie bekannt befürchtet, dass es zu einer Mutation von H5N1 mit einem menschlichen Grippeerreger kommt. Das traditionelle Verfahren zur Herstellung eines Impfstoffes besteht darin, dass ein leicht veränderter Virus in befruchtete Hühnereier injiziert wird. Es dauert jedoch rund sechs Monate bis dieser Vorgang abgeschlossen ist. Derzeit wird nach zeitsparenden Alternativen gesucht.

Die Wissenschafter benutzten ein Gen einer H5N1 Version, die 1997 in Hongkong nachgewiesen wurde. Sie fügten dieses Haemagglutinin-Gen in einen herkömmlichen Verkühlungsvirus ein und verwendeten menschliche Nierenzellen für die Kultivierung des Impfstoffes. In einem nächsten Schritt wurden Mäuse geimpft, die gegen andere Versionen von H5N1, die 2003 auftraten, geschützt waren. Die Wissenschafter gehen laut BBC davon aus, dass der Einsatz von Gentechnik die Produktion von Impfstoffen beschleunigen wird. Derzeit ist jedoch nicht bekannt, in welchem Ausmaß eine Beschleunigung möglich sein wird. Suryaprakash Sambhara von den CDC und Suresh Mittal von der Purdue University erklärten, dass es sich bei diesem Verfahren um eine realisierbare Strategie gegen bestehende und neu entstehende Viren handle.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cdc.gov
http://www.thelancet.com
http://www.purdue.edu

Weitere Berichte zu: H5N1 Impfstoff Pandemie Virus Vogelgrippe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pflanzen gegen Staunässe schützen
17.10.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Erweiterung des Lichtwegs macht winzige Strukturen in Körperzellen sichtbar
17.10.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz