Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die In-vivo-Evaluierung der Muskelregenerierung

13.01.2006


Das Ziel eines großen Teils der derzeitigen Forschung ist es, die Faktoren zu verstehen zu können, die das regenerative Leistungsvermögen der Muskeln beeinflussen. Lösungen werden durch In-vivo-Experimente bereitgestellt, die die Entwicklungen von menschlichen Myoblasten bei Mäusen untersuchen.



Myoblasten sind eine Art von Stammzellen, die in Muskeln vorkommen. Wenn Myoblasten sich vereinigen, werden die Skelettmuskelzellen, auch Muskelfasern genannt, gebildet. Die Myoblasten, die keine Muskelfasern bilden, entwickeln sich in Satellitenzellen. Und es sind genau diese Satellitenzellen, die für die Regenerierung des menschlichen Muskels verantwortlich sind.



Es wird angenommen, dass sich das Regenerierungsvermögen unserer Muskeln aufgrund einer Reihe von Faktoren während des Alterns verschlechtert. Zu diesen zählt die Proliferationskapazität der Satellitenzellen, was durch In-vitro-Experimente angedeutet wurde. Um jedoch ein genaues Bild davon zu erhalten, was tatsächlich im Menschen geschieht, sind Ergebnisse aus In-vivo-Studien unabdingbar. Dazu wurden für die Evaluierung des Regenerierungsvermögens menschlicher Myoblasten während des Alterns humanisierte Mäuse genutzt. Diese Mäuse weisen eine Immunschwäche auf und stoßen daher menschliche Zellen nicht ab.

Die menschlichen Myoblasten wurden im Reagenzglas erweitert und anschließend in die sich regenerierenden Muskeln der Mäuse injiziert. Das Modell wurde genutzt, um die Expression der Gene zu bestimmen, die in-vitro nicht zum Ausdruck kommen, sondern nur in ausgewachsenen Fasern. Das Modell deutete darauf hin, dass die Proliferationskapazität tatsächlich einer der Faktoren ist, die das Regenerierungsvermögen menschlicher Myoblasten beeinträchtigen. Dieses Ergebnis stimmt mit In-vitro-Experimenten überein.

Außerdem wurde festgestellt, dass ein langer Abschnitt der im Reagenzglas hergestellten Myoblastenerweiterung einen nachteiligen Einfluss auf die resultierende In-vivo-Regenerierungskapazität hatte. Die Zellerweiterung wird benötigt, um eine für therapeutische Zwecke ausreichend große Anzahl bereitzustellen. Daher ist dieses Ergebnis in allen Gebieten der Zelltherapie von großer Bedeutung Das Modell kann außerdem dazu genutzt werden, das myogene Potenzial erwachsener oder sogar embryonaler Stammzellen zu bestimmen.

Dr. Vincent Mouly | ctm
Weitere Informationen:
http://www.upmc.fr

Weitere Berichte zu: Muskel Myoblasten Mäuse Regenerierungsvermögen Satellitenzellen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Proteine entdecken, zählen, katalogisieren
28.06.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Chemisches Profil von Ameisen passt sich bei Selektionsdruck rasch an
28.06.2017 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive