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Lab-on-a-Chip-Anwendungen

06.01.2006


In einer Zeit, in der die Nanotechnologie in den meisten Schlüsselsektoren der Biowissenschaft Anwendung zu finden scheint, lassen neue Entwicklungen das Lab-on-a-Chip-Konzept kontinuierlich Wirklichkeit werden.


Durch die Nutzung der Mikrofluidik-Technologie wird es den Wissenschaftlern möglich, ein Laboratorium der molekularen Diagnostik im Wesentlichen auf einem Silizium-Chip nachzubilden. Die für eine solche Struktur notwendigen Nanokomponenten, Mikrokanäle und Mikroventile sind technologisch extrem anspruchsvoll und in ihrer Herstellung nicht gerade einfach.

Diese Labs-on-a-Chip können auf winzige Mengen der Prüfmaterialien angewandt werden, eine Entwicklung, die die Zeit- und Platzanforderungen enorm vermindern könnte. Im Wesentlichen könnte dies eine neue Ära im Gesundheitswesen, wie wir es kennen, einleiten. Ein in Israel ansässiges KMU entwickelte eine innovative Mikropumpen-Komponente, die sich zur Nutzung in diesen Labs-on-a-Chip eignen. Das Unternehmen erklärte, dass der Leistungsbedarf minimal ist und die Gesamtproduktionskosten bedeutend geringer als bei bestehenden Alternativen sind.


Diese innovative Pumpentechnologie, die das Pumpen winziger Flüssigkeitsmengen aus den Entnahmeöffnungen ermöglicht, kann in verschiedensten Prüfumgebungen eingesetzt werden. Ein Vorteil liegt darin begründet, dass die Mikropumpe vollständig in den Chip integriert ist und sich zum Einsatz in Verbindung mit Silizium- oder Polymer-Substraten eignet.

Das KMU kann den Betrieb dieser Mikropumpe demonstrieren und wahrt das Betriebsgeheimnis hinter seiner Produktion. Man ist am Abschluss verschiedener Kollaborationsverträge interessiert, einschließlich Joint-Venture- und Auslizenzierungsabkommen. Diese Technologie könnte für zahlreiche industrielle Akteure, wie Medizintechnik-Unternehmen und Umweltschutzfirmen, von besonderem Interesse sein.

Aharon Rosenstein | ctm
Weitere Informationen:
http://www.irc.org.il

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