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Fischfütterungen zeigen das Potenzial, den Gebrauch von Antibiotika einzuschränken

21.12.2005


Die Fischzucht nimmt einen großen Bereich in der europäischen Wirtschaft ein und ist stets bemüht, den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden.



Im Rahmen des EU-finanzierten PROBE-Projekts wurde versucht, neue Wege für die Verbesserung der Wachstumsbedingungen von Stein- und Heilbutt zu entwickeln. Ziel war die Nutzung biologischer Methoden ohne Antibiotika zur Kontrolle von Krankheiten. Die Projektpartner konzentrierten sich dabei auf den Gebrauch von Probiotika, das heißt Mikroorganismen, die die Wirkung bestimmter Krankheitserreger verhindern können.



Der Einsatz von Lebendnahrung für das Wachstum der Fischpopulationen in Aquakulturen begünstigt das Wachstum von krankheitserregenden Mikroorganismen, die die Gesundheit der Fische und des Endverbrauchers gefährden. Ein spanisches Forschungsteam untersuchte die Einbeziehung von Probiotika in die Lebendnahrung als ein Mittel zur Eindämmung schädlicher Bakterien.

Eine bevorzugte Methode, Probiotika zuzusetzen, war die Bioverkapselung bei der Behandlung der Lebendkulturen. Der Versuch, dass sich Probiotika selbst an der mukosalen Oberfläche der Fischlarve festsetzen, ist fehlgeschlagen. Somit müssen die Stoffe über die Nahrung oder das Wasser zugegeben werden. Unter bestimmten Wachstumsbedingungen kann dem Fisch innerhalb von 30 Minuten eine große Menge Probiotika zugeführt werden.

Die Ergebnisse des Projektes zeigen, dass es möglich ist, den Gebrauch von Antibiotika in der Aquakultur einzudämmen und neue Methoden zur Minimierung von Risikoinfektionen einzuführen, die sich letztendlich auch auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Endverbrauchers auswirken.

Dr. Miquel Planas | ctm
Weitere Informationen:
http://www.csic.es/

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