Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Farbe des Fisches bestimmen

21.12.2005


Die Rotbrasse (Pagrus pagrus) ist aufgrund ihres schmackhaften Fleisches und ihres Marktwertes ein sehr begehrter Fisch. Wird dieser Fisch jedoch in Gefangenschaft gehalten, entfärbt sich seine Haut. Neueste Studien versuchen nun, Fütterungs- und Zuchtstrategien zu entwickeln, anhand derer die Fischereien ein Produkt exzellenter Qualität in angemessenen Zahlen züchten können, um der Nachfrage auf dem Markt gerecht zu werden.



Physikalische, neuroendokrine, ernährungsbedingte und haltungstechnische Faktoren in der Fischzucht spielen bei der Fischfärbung eine Rolle. All das kann sich auf die Entfärbung der Hautoberfläche auswirken, die ein Sinken des Marktwertes zur Folge hat.

... mehr zu:
»Fischerei »Rotbrasse


Kommerzielle Fischereien müssen sich nun der Herausforderung stellen, die Farbe der Rotbrasse durch natürliche Mittel zu erhalten. Sie benötigen außerdem ein besseres Verständnis der Umwelteinflüsse sowie der ernährungsbedingten und neuroendokrinen Mechanismen, die die Hautfärbung regulieren.

Die Nachfrage nach dem perfekten Rot, das dem Fisch seinen Namen gab, führte zu einer gänzlich neuen Entwicklung der Farbregistrierung. Aktuelle Verzeichnisse konnten Farbveränderungen zuweisen, aber sie waren nicht in der Lage herauszufinden, ob die Farbunterschiede an einer Veränderung der Helligkeit, des Farbtons oder lediglich an einer anderen Farbsättigung lagen.

Es wurde also eine gänzlich neue Methode benötigt, die die Veränderungen des Farbtons bestimmen konnte und der Fischerei verständlich machen konnte, dass die Entfärbung ökologische, neuroendokrine oder ernährungsbedingte Ursachen hat. Während Farbänderungen leicht berechnet werden können, stellt die Messung durchschnittlicher Veränderungen zwischen verschiedenen Proben die eigentliche Herausforderung dar.

Die Fähigkeit, die allgemeine Richtung der Farbänderung zu identifizieren, kann zeigen, dass nachteilige Faktoren vorherrschen, welche die Fischqualität beeinträchtigen können. Ein Großteil der Literatur zu diesem Thema basiert auf dem klassischen statistischen Ansatz des Farbtonvergleichs, bei dem aber nicht festgestellt werden konnte, ob eine durchschnittliche Veränderung stattgefunden hat oder nicht.

Deshalb entwickeln die Forscher einen neuen Farbindex, der die kombinierten Variablen von Farbton und Chrominanz misst. Dieser basiert auf entwicklungsgemäßen statistischen Methoden zur Messung zirkulärer Verteilungen. Statistische Standardmethoden können aufgrund der Willkür des Nullpunktes auf der Rundskala nicht ausgewertet werden.

Somit wird ein neuer Index entwickelt, der Entire Colour Index, der die Farben ziemlich genau bestimmen kann. Der Index kann somit nicht nur in der Fischerei sondern auch in der Textilbranche angewandt werden. Auch die Gastronomie und der Restaurantsektor können den Index nutzen, um die Frische des Fischs zu bestimmen.

Michael Pavlidis | ctm
Weitere Informationen:
http://www.uch.gr/

Weitere Berichte zu: Fischerei Rotbrasse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Der Evolutionsvorteil der Strandschnecke
28.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Mobile Goldfinger
28.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit