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Forschende Pharmaindustrie entwickelt 316 Chancen für Heilung

05.10.2005


"Die Forschenden Arzneimittelhersteller sind innovativ und produktiv: 316 ihrer Forschungsprojekte sind so erfreulich weit fortgeschritten, dass bis 2009 ein neues Medikament zugelassen oder ein schon eingeführtes Präparat in seiner Anwendung erweitert werden kann." So fasste Dr. Dr. Andreas Barner, Vorstandsvorsitzender des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter den 39 Mitgliedsfirmen des Verbands und ihren fast 100 Tochterfirmen zusammen, die heute in Berlin vorgestellt wurde.



"Die Forschenden Arzneimittelhersteller sind innovativ und produktiv: 316 ihrer Forschungsprojekte sind so erfreulich weit fortgeschritten, dass bis 2009 ein neues Medikament zugelassen oder ein schon eingeführtes Präparat in seiner Anwendung erweitert werden kann." So fasste Dr. Dr. Andreas Barner, Vorstandsvorsitzender des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter den 39 Mitgliedsfirmen des Verbands und ihren fast 100 Tochterfirmen zusammen, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

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"Der Schwerpunkt der Forschungsprogramme liegt auf schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf- oder Infektionskrankheiten", betonte Barner. 60 Projekte (19 %) betreffen Krebserkrankungen, 42 (13 %) Infektionskrankheiten; 39 (12 %) Herz-Kreislauf-Erkrankungen; 37 (12 %) entzündliche Erkrankungen, zu denen Allergien, Asthma, Gelenkrheuma, Multiple Sklerose und die Darmerkrankung Morbus Crohn zählen. 16 Projekte (5 %) der Projekte entfallen auf eine einzige Krankheit: Diabetes Typ 2, den so genannten Altersdiabetes.

Dazu zählen Präparate, die den Blutzuckerspiegel und andere Blutwerte bei Diabetikern noch viel besser als heute im Normalbereich halten können. Auch dürften neue Schutzimfpungen eingeführt werden, etwa gegen Rota-Viren, die bei Kindern Durchfall hervorrufen, gegen Gürtelrose und Gebärmutterhalskrebs. Gegen bakterielle Infektionen sind sechs neue Antibiotika in Entwicklung.

"Die VFA-Unternehmen entwickeln auch immer mehr Medikamente gegen seltene Krankheiten und Krankheiten, die vorwiegend in Entwicklungsländern auftreten", so Barner weiter. Bis 2009 könnte es gleich 23 neue Therapien gegen Krankheiten geben, die weniger als fünf von 10.000 EU-Bürgern betreffen, so genannte Orphan Diseases.

Entwicklungsländer könnten insbesondere von sechs Medikamenten gegen Malaria und andere Tropenkrankheiten, zwei gegen Tuberkulose, elf neuen HIV-Präparaten und den Schutzimpfungen gegen Rota-Viren profitieren, die in der Dritten Welt jährlich rund einer halbe Million unterernährten Kindern das Leben kosten.

Deutschland als Standort für Pharmaforschung

"In Deutschland engagieren sich die VFA-Unternehmen mit Aufwendungen von täglich 11 Millionen Euro und allein 14.500 Mitarbeitern im Bereich Forschung und Ent-wicklung trotz aller Widrigkeiten nachhaltig für Innovationen." Zwanzig Mitgliedsunternehmen des VFA unterhalten hierzulande Labors; und 84 Prozent aller Medikamente, die in Deutschland auf den Markt kommen, werden auch unter Beteiligung deutscher Kliniken erprobt.

Mit Blick auf die Entwicklung der Arzneimittelausgaben sagte Barner: "Schon heute wirkt sich die hohe Reglementierungsdichte negativ auf die Investitionskraft der Unternehmen am Standort aus. Weitere Eingriffe würden den Pharmastandort nachhaltig schwächen, die Finanzprobleme der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht lösen und dem Patienten therapeutischen Fortschritt weiter vorenthalten."

Barner abschließend: "Was heute in den deutschen Labors und Entwicklungsabteilungen der VFA-Mitglieder erarbeitet wird, schafft die Grundlage für Präparate des kommenden Jahrzehnts, und für den Fortbestand der deutschen Pharmastandorte. Deswegen sind innovationsfreundliche Rahmenbedingungen unverzichtbar, wenn die Unternehmen weiterhin qualifizierte Arbeitsplätze bieten und zur wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit Deutschlands beitragen sollen."

Ergänzende Materialien:

Verschiedene Materialien zur Presseerklärung stehen unter www.vfa.de/pk20051005 zum Download bereit.
Die heute erscheinende VFA-Broschüre "Forschung für das Leben" listet alle Projekte der Umfrage ’Perspektive 2009’ auf. Zudem erläutert sie, wie Medikamente erforscht und entwickelt werden und welche Rahmenbedingungen das erfordert. Bezugsquelle (kostenfrei): Verband Forschender Arzneimittelhersteller, Hausvogteiplatz 13, 10117 Berlin oder www.vfa.de/publikationen. Im Internet steht sie auch als pdf zur Verfügung.

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) ist der Wirtschaftsverband der forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 39 weltweit führenden Herstellern und ihren fast 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des VFA repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 85.000 Mitarbeiter, darunter 14.500 in Forschung und Entwicklung.

Dr. Rolf Hömke | idw
Weitere Informationen:
http://www.vfa.de

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