Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Hydrotherm - Prozess - Aspekte und Perspektiven eines neuen chemischen Verfahrens

05.10.2005


Alkalihydride - das sind chemische Verbindungen, die aus einem Alkalimetall, wie Kalium, Lithium oder Natrium und Wasserstoff bestehen - werden üblicherweise direkt aus den Alkalimetallen und Wasserstoff bei erhöhter Temperatur hergestellt.


Da die Gewinnung der beiden Ausgangssubstanzen bisher mit ziemlich hohen Kosten verbunden ist, ist folglich das Endprodukt ebenfalls teuer.

Zwar nicht allein deshalb, aber auch aus diesem Grunde sind die Alkalihydride bis heute äußerst exotische Verbindungen geblieben, die praktisch keinen Markt haben und nur in geringem Umfang im Laboratorium zur Synthese organischer Verbindungen eingesetzt werden.


Ein neues, im Labor- und Technikummaßstab erprobtes Verfahren ermöglicht seit einiger Zeit die äußerst kostengünstige Produktion der Alkalihydride und dürfte bei Eingang in die großtechnische Praxis eine Reihe konventioneller Technologien ersetzen bzw. revolutionieren..

Diese neue, HYDROTHERM - Verfahren genannte Technik, ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich einer von Dipl.-Chem. Friedrich Suppan entdeckten Reaktion bedient, in welcher die Alkalimetalle durch Alkalihydroxide und der Wasserstoff durch Kohlenstoff ersetzt wird.

Diese Reaktion, die dadurch besonders interessant ist, dass an die Stelle von reinem Kohlenstoff auch organische kohlenstoffhaltige Verbindungen treten können, führt in Gegenwart eines Katalysators bei erhöhten Temperaturen einerseits zu den erwähnten Alkalihydroxid und andererseits zu Alkalicarbonaten und Wasserstoff.

Folglich kann die neue Technik dazu dienen, beispielsweise industrielle Abfälle, wie Altreifen, Altöl, Bitumen, Teere, Ölschlämme, Erdgas und Raffineriegase, Pappe, Stroh, Sägemehl, Textilabfälle und vieles mehr rationell zu entsorgen und sinnvoll zu verwerten.

Dabei ist auch die energetische Betrachtung von außerordentlichem Interesse:

Ein Großteil der genannten Stoffe hat sich unter Energieverbrauch gebildet. Werden die Substanzen in Kohlenstoff - und Wasserstoffatome aufgespalten, geben sie folglich die Bildungsenergie in Form von Wärme wieder ab.. Hinzu kommt, dass auch die entstehenden Produkte, Natriumcarbonat und Natriumhydrid, ebenfalls bei ihrer Bildung Wärme abgeben und die Zusammenlagerung von Wasserstoffatomen zu Wasserstoffmolekülen gleichfalls unter Energieabgabe erfolgt.

Die Folge davon ist, dass nach der Startphase die Energiezufuhr abgeschaltet wird, weil die Reaktion selbst die Wärme produziert, die für ihren Ablauf erforderlich ist.

Allein aus dem Wenigen, was bis jetzt geschildert wurde, wird ersichtlich, welchen enormen Nutzen der HYDROTHERM-PROCESS einerseits für den Umweltschutz, andererseits aber insbesondere für die industrielle Praxis bietet und das sich Möglichkeiten eröffnen, die bisher undenkbar schienen..

So können die nach dem HYDROTHERM-PROCESS erzeugten Alkalihydride und der Wasserstoff direkt für die Gewinnung kostspieliger Metalle, z. B. Kupfer, Nickel, Molybdän, Mangan, Kobalt und andere eingesetzt werden.

Da diese Metalle aus Abfällen und Magererzen auf einfachem Wege in hoher Reinheit zu produzieren sind, lassen sich die handelsüblichen Metallpreise problemlos unterbieten.

Ein auf der HYDROTHERM - Technologie basierendes Unternehmen könnte so in sehr kurzer Zeit extrem hohe Gewinne erzielen und eine Vielzahl von Arbeitsplätzen schaffen.

Der Einsatz des neuen Verfahrens etwa im stark subventionierten deutschen Steinkohlenbergbau ermöglicht die kostengünstige Vergasung der Kohle bereits unter Tage und kann so einen besonders sauberen und preiswerten Energieträger in Form des erzeugten Wasserstoffs liefern. Ähnlich kann mit der Braunkohle verfahren werden.

Aus allem dürfte die Schlussfolgerung erlaubt sein, dass der HYDROTHERM-PROCESS die Ökologie wirtschaftlich und die industrielle Produktion profitabler machen kann.

Das im HYDROTHERM-PROCESS anfallende Alkalihydrid kann durch Zugabe von Wasserdampf einen besonders reinen Wasserstoff liefern, der in Brennstoffzellen mit einem sehr hohen Wirkungsgrad in Wasser und Energie umgewandelt werden kann.

Durch die kostengünstige Herstellung des Alkalihydrids ist damit für den Wasserstoff ein Preis möglich, der ihn ab sofort zu einem ernsthaften Konkurrenten der konventionellen Treibstoffe, wie Benzin, Diesel etc. machen könnte..

Aber nicht nur für die westlichen Industrieländer kann der HYDROTHERM-PROCESS neue Perspektiven bieten;. für einen gravierender Wandel kann er auch in der Wirtschaft vieler Erdöl exportierender Länder sorgen, sofern man konsequent die Möglichkeiten des HYDROTHERM-PROCESS nutzt und ausbaut.

Die angesprochenen Länder verfügen in sehr vielen Fällen nur in geringem Maße über trinkbares Wasser. Genau das kann ihnen aber die neue Technologie liefern, denn mit Hilfe von Wasserstoff und Alkalihydriden, die beide aus Erdgas oder Ölschlämmen erzeugt werden können, entsteht entweder durch Verbrennung mittels eines Katalysators oder eines Metalloxids das gewünschte Trinkwasser oder auch durch Oxidation in Brennstoffzellen, wobei in letzterem Fall neben dem Wasser für die Versorgung der Bevölkerung und die Bewässerung der Felder noch zusätzlich Energie gewonnen wird.

Außerdem können diese Länder bereits jetzt die Grundlage für den Einstieg in die Wasserstofftechnologie legen.

Neben Wasserstoff und Alkalihydrid liefert der HYDROTHERM-PROCESS auch Alkalicarbonate, wie etwa Soda.

Aus diesen Produkten wird zweckmäßigerweise Kohlendioxid abgespalten, welches in Algenzuchten zu Alginsäure, Lebensmittelfarbstoffen, chemischen und pharmazeutischen Grundstoffen, Düngemitteln, Biomasse etc. umgewandelt wird. Eine auf Kohlendioxid basierende Industrie dürfte durchaus interessante wirtschaftliche Perspektiven aufweisen.

Die von Otto Hahn entdeckte Kernspaltung hat das Atomzeitalter eingeläutet und die technischen Grundlagen für den Bau der Wasserstoffbombe gelegt, die fruchtbare Gebiete in öde Wüsten verwandeln kann.

Der HYDROTHERM-PROCESS dagegen kann und soll den Wasserstoff nutzen, um aus öden Wüsten blühende Landschaften zu machen.

Im übrigen haben wir u.a. auch ein Verfahren entwickelt, mittels dessen Atom-Müll gesichert entsorgt werden kann ...

| ChemLin
Weitere Informationen:
http://www.hydrotherm-process.net

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Bakterieller Untermieter macht Blattnahrung für Käfer verdaulich
17.11.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

nachricht Neues Werkzeug für gezielten Proteinabbau
17.11.2017 | Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte