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Beschäftigung mit der Frage nach der Sicherheit von GM-Nahrungsmitteln

14.09.2005


Obwohl transgenetische Lebensmittelprodukte auf zahlreichen Märkten weltweit präsent sind, konnte mit Hinblick auf deren langfristige Sicherheit und deren Auswirkungen auf die Gesundheit bisher noch keine Entwarnung gegeben werden. Nahrungsmittel auf Grundlage genetisch modifizierter (GM) Pflanzen standen im Mittelpunkt des EU-Projekts SAFOTEST, das auf die Entwicklung von stabilen Testverfahren für GM-Lebensmittel gerichtet war.



Viele der genetischen Modifikationen, die an GM-Pflanzen vorgenommen werden, sollen oftmals deren Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen verstärken. Außerdem können genetische Veränderungen dem Endprodukt bestimmte qualitative Eigenschaften verleihen. So kann beispielsweise der Geschmack verstärkt oder die Farbe verändert werden.



Bei den drei der wichtigsten Modifikationen von GM-Pflanzen handelt es sich um deren Fähigkeit, die fremden Proteine Schneeglöckchenlektin (GNA), Agglutinin E-Form der Gartenbohne (PHA-E) sowie das Bacillus thuringiensis-Toxin (Bt) auszuschütten. Alle drei Moleküle dienen als natürliche Pestizide und senken theoretisch den Bedarf an chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Die Auswirkung dieser Proteine auf die menschliche Gesundheit muss jedoch noch ausreichend getestet werden.

Eines der Hauptziele von SAFOTEST bestand in der Darstellung von transgenetischen Reispflanzen, die diese Proteine ausschütten, um allen Projektpartnern geeignete Materialien über die erforschten Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Ausschließlich Pflanzen, die das erforderliche Transgen trugen, durften unter lichtintensiven Bedingungen wachsen und reifen.

Die Ergebnisse zeigten, dass die PHA-E- und GNA-Expressionsgrade in den Samen am höchsten und in den Wurzeln bzw. Blättern am niedrigsten waren. Die Bt-Toxin-Ausschüttung war in den Samen am niedrigsten und in den Blattscheiden am höchsten. Diese Erkenntnisse stellen den ersten Schritt auf dem Weg zu langfristigen Studien dar, bei denen die Auswirkungen der Existenz dieser Proteine in transgenetischen Nahrungsmitteln untersucht werden.

Die Technologie hinter dem SAFOTEST-Projekt könnte sich als extrem wichtig für Unternehmen des privaten Sektors erweisen, die an der Entwicklung und Vermarktung von GM-Lebensmitteln beteiligt sind. Die entwickelten Methoden bieten den notwendigen Rahmen, über den Regierungen und Lebensmittelbehörden die Sicherheit und Angemessenheit von GM-Nahrungsmitteln in einem größeren Umfang bewerten können.

Prof. Angharad Gatehouse | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ncl.ac.uk

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