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Umwandlung von adulte Zellen in Stammzellen ist möglich

23.08.2005


Fusionsverfahren stellt genetische Uhr der adulten Zellen auf Null



Eine neue Art von Hybridzellen könnte das Rätsel lösen, wie aus embryonalen Stammzellen spezialisierte adulte Zellen werden. In der Folge könnten genetisch maßgeschneiderte Behandlungsansätze für viele Erkrankungen des Menschen entstehen. Vor allem kommt das neue Verfahren ohne die Schaffung oder Zerstörung von menschlichen Embryos aus. Wissenschafter der Harvard University vereinigten adulte Hautzellen mit embryonalen Stammzellen derart, dass die Gene der embryonalen Zellen die genetische Uhr der adulten Zellen auf Null stellten und sie so wieder in ihre embryonale Form zurückverwandelten. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Science veröffentlicht.

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Derartige "adult-cum-embryo cells" von Patienten mit Jugendiabetes, Parkinson, Alzheimer und anderen genetisch bedingten Erkrankungen könnten sichtbar machen, wie sich derartige Krankheiten entwickeln und neuartige Behandlungsmöglichkeiten eröffnen. Zum Beispiel könnten normale Zellen abnormale ersetzen, die Jugenddiabetes und Alzheimer verursachen. Es sollte laut dem Biologen Chad Cowan möglich sein, diese neu geschaffenen embryonalen Zellen zu Ersatzzellen und sogar zu Organen werden zu lassen. "Es ist aber sicher nicht möglich, jene Person zu klonen, von der die adulten Zellen stammen." Für die Umsetzung der bestehenden Potenziale sei aber noch eine Vielzahl technischer Schwierigkeiten zu überwinden. "Obwohl das Fusionsverfahren effektiver ist und vielen ethischen Bedenken gerecht wird, bedeutet das nicht, dass die laufende Forschung mit embryonalen Stammzellen gestoppt oder auch nur verlangsamt werden sollte. Unser Verfahren kann eine Ergänzung zum Einsatz von embryonalen Stammzellen darstellen und ihn vielleicht eines Tages ersetzten. Aber bis dahin wird noch viel Zeit vergehen." In einem nächsten Schritt soll erforscht werden, wie eine embryonale Zelle die Gene einer adulten Zelle umprogrammieren kann.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.harvard.edu
http://www.sciencemag.org

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