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"Intelligenz durch Mark und Bein" - Elastisch verformbarer Knochennagel fördert optimale Heilung

11.08.2005


  • "Verankern statt Schrauben": Erfindung zum erstmaligen Einsatz von Nitinol bei Knochenbrüchen
  • Weitere Innovationen auf dem Gemeinschaftsstand: Von Funktionswerkstoffen über Highend-Oberflächentechnologie bis zur Nanostrukturierung
  • "Material Engineering": Frühzeitige Vernetzung von Materialwissenschaft und Anwendungsbranchen

"Verankern statt Schrauben" lautet ein neues, Patienten schonendes Konzept bei Knochenbrüchen. Während bisher Knochenfrakturen zur Stabilisierung mittels eines in den Knochenhohlraum eingeführten Metallstabes am oberen und unteren Ende des Knochens verschraubt wurden, so ermöglicht zukünftig ein neu entwickelter "intelligenter" Knochennagel eine alternative, den Arzt und den Patienten entlastende OP-Methode. Chirurgen der Universitätsklinik Erlangen und Wissenschaftlern am Institut für Physik der Universität Augsburg gelang es gemeinsam den operativen Eingriff dadurch zu vereinfachen, dass sich der Knochennagel an seinem oberen Ende gezielt im Knochenhohlraum aufweitet und selbstständig im Knochen verankert. Möglich macht dies das Implantatmaterial Nitinol, eine korrosionsbeständige Nickel-Titan-Legierung mit Formgedächtniseffekt und guter Biokompatibilität, die für Knochen und Heilungsprozess besonders vorteilhaft erscheint. Das neue Verfahren wurde mittlerweile zum Patent angemeldet.


Das Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung AMU der Universität Augsburg ist eines von insgesamt 15 bayerischen Unternehmen und Instituten, die auf dem Gemeinschaftsstand der Bayern Innovativ GmbH neueste Verfahren und innovative Produkte präsentieren.

"Der Querschnitt durch das Innovationspotenzial aus Bayern auf dem Messestand zeigt: Die Möglichkeiten mit neuen Materialien sind nahezu unbegrenzt. Neben der Funktionalität ermöglicht neuartige Materialtechnik auch attraktive Oberflächen oder neuartige Formgebung im Design" " so Professor Josef Nassauer, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH. Durch frühzeitige Vernetzung von Materialwissenschaft und Anwendungsbranchen lassen sich mit innovativem Engineering Bauteile und Produkte mit besonderem Kundennutzen entwickeln und fertigen.


Das Fachpublikum findet auf dem Gemeinschaftsstand der Bayern Innovativ GmbH ein weites Spektrum aktueller technologischer Entwicklungen: unterschiedliche Verfahren der Beschichtungstechnik vor allem im Bereich der Dünnschichttechnologie, Werkstoffentwicklungen auf Basis von Kohlenstoff und Silicat, materialbezogene Innovationen auf dem Gebiet der Abschirmungs- und Gehäusetechnik, besondere Aluminiumverbundwerkstoffe für den Leichtbau oder Funktionsmaterialien für die Energietechnik. Die Exponate finden breite Einsatzmöglichkeiten, auch in den Schwerpunktfeldern der Materialica wie Maschinenbau, Automotive und Aerospace.

Der Gemeinschaftsstand mit einer Ausstellungsfläche von über 140 m² wird von der Bayern Innovativ, Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, konzipiert und organisiert. Er bietet Firmen und Instituten eine attraktive Plattform, aktuelle Entwicklungskompetenz sowie innovative Produkte und Verfahren vorzustellen. Zielsetzung hierbei ist, neue Kooperationen und Aufträge zu erschließen und schrittweise die Markenbildung ihrer Produkte zu stärken. Die Konzentration von Innovationen auf einem Stand sorgt für eine hohe Frequenz an Fachbesuchern.

Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ:
MATERIALICA 2005 München, 20.-22.09.2005
Halle C1 Stand 338

Ansprechpartner:
Jörg Perwitzschky, Projektleiter Messe, Tel. 0911/20671-152, perwitzschky@bayern-innovativ.de

Nicola Socha, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel. 0911/20671-151, socha@bayern-innovativ.de

Nicola Socha | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayern-innovativ.de

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