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Alzheimer-Symptome bei Mäusen wieder rückgängig gemacht

15.07.2005


Tau spielt entscheidende Rolle bei neurofibrillären Bündeln




Wissenschaftern der University of Minnesota Medical School ist es bei Mäusen gelungen, den für Alzheimer charakteristischen Gedächtnisschwund wieder rückgängig zu machen. Diese Forschungsergebnisse sollen die Suche nach einem Heilmittel für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen erleichtern. Die aktuelle Studie ermöglicht laut Nature auch neue Erkenntnisse über die Ursachen einer Demenz. Es hat sich gezeigt, dass das Protein Tau eine entscheidende Rolle spielt. Derzeit ist jedoch noch nicht erforscht, welche Form des Proteins für die Entstehung von neurofibrillären Bündeln verantwortlich sein könnte.

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Alzheimer und rund 50 andere Demenzerkrankungen führen in den Gehirnen der Betroffenen zu charakteristischen Veränderungen. Dazu gehören unter anderem neurofibrilläre Bündel, ungeordnete Faserbündel in den Nervenzellen. Bisher bestand keine Klarheit darüber, ob diese Bündel eine Ursache oder ein Symptom der Demenz sind. Mäuse, die gentechnisch so verändert sind, dass sie eine massive Überproduktion des Proteins Tau aufweisen, neigen dazu mehr neurofibrilläre Bündel aufzuweisen. Zusätzlich haben sie die gleichen Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis und der Lernfähigkeit wie ein Demenzpatient. Die Wissenschafter nehmen an, dass eine bestimmte Form des Proteins Tau eher als die Überproduktion zum Entstehen dieser Bündel führt. Angedacht wurde, dass eher diese Proteine als die Bündel das Absterben der Nervenzellen verursachen.

Das Team um Karen Ashe trainierte Mäuse dahingehend, dass sie sich in einem teilweise unter Wasser befindlichen Irrgarten zurechtfanden und beobachtete die Tiere in Hinblick auf einen Gedächtnisverlust. Im Alter von drei Monaten konnten die gentechnisch veränderten Mäuse den Weg ins Trockene nicht mehr finden und es hatten sich neurofibrilläre Bündel gebildet. Die Versuchstiere exprimierten 13 Mal so viel Tau wie normal. Als die Wissenschafter den für die Tau-Expression entscheidenden Schalter deaktivierten, gewannen die Mäuse überraschend einen Teil ihres verlorenen Gedächtnisses wieder. Die Leistung der "deaktivierten" Gen-Tiere war alles in allem halb so gut wie jene von normalen Tieren und doppelt so gut wie jene der Mäuse, die Tau weiter in großen Mengen produzierten. Ihre Leistung verbesserte sich, obwohl die Bündel in ihren Gehirnen blieben.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.med.umn.edu
http://www.nature.com

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