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Schritte zur Verbesserung der Ernährung von Zuchtfischen

18.05.2005


Die Fischzucht stellt für viele europäische Gemeinden eine bedeutende Einkommensquelle dar. Darüber hinaus spielt sie sowohl in der europäischen Nahrungsmittelindustrie als auch bei der Verwaltung natürlicher Ressourcen eine wichtige Rolle. Deshalb könnte der Ausbau des Wissens rund um die Physiologie und die Ernährungsanforderungen von Zuchtfischen entscheidende finanzielle Auswirkungen haben.



Die europäische Fischzuchtindustrie konzentriert sich auf vier spezielle Spezies: Wolfsbarsch, Goldbrasse, Atlantiklachs und Scholle. Das Verständnis der mit der Energiebilanz dieser Spezies verbundenen Mechanismen gilt als erster Schritt bei der Entwicklung neuer Fischfuttermittel, die dem Bedarf einer erhöhten Fettaufnahme entsprechen. Ziel des FFPARS-Projektes war es, diese Mechanismen zu erklären. Deshalb konzentrierte man sich auf bestimmte Zellbestandteile, von denen bekannt ist, dass sie den Lipidmetabolismus höherer Wirbeltiere, einschließlich den des Menschen, steuern. Bei diesen Bestandteilen handelte es sich um die Gruppe der Peroxisomen-Proliferatoren-Aktivierten Rezeptoren (PPAR), die stark an der Fett- und Energiebilanz zahlreicher Wirbeltiere beteiligt sind.



PPAR wurden auch in Fischen identifiziert, was auf mögliche funktionale Ähnlichkeiten mit den PPAR von Säugetieren hinweist. Eine Forschungsgruppe aus Griechenland arbeitete an der Isolierung von PPAR-kodierenden Genen der Goldbrasse sowie des Wolfsbarschs und untersuchte später deren molekulare Eigenschaften. Die Studien zeigten, dass beide Spezies drei verschiedene Arten von PPAR in sich tragen. Davon verfügt nur eine über eine hohe strukturelle Ähnlichkeit mit ihrem menschlichen Gegenstück. Weitere Unterschiede zwischen den DNA- und ligandenbindenden Eigenschaften zeigten, dass sich die PPAR der Fische und die des Menschen nicht gemeinsam entwickelt haben. Mit anderen Worten wird erwartet, dass weitere Studien zu den PPAR der Fische wichtige neue Informationen zum Fettmetabolismus der Fische ans Licht bringen, die nicht notwendigerweise mit den Prozessen in den menschlichen PPAR verwandt sind.

Diese neuen Erkenntnisse könnten in die Entwicklung neuartiger Futtermittel für die Fischzuchtindustrie einfließen, die die Qualität und den Umfang der Erträge steigern.

Dr. Grigorios Krey | ctm
Weitere Informationen:
http://www.fishri.gr/

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