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Transgene Mäuse leben 20 Prozent länger

06.05.2005


R. und B. Carter


Freie Radikale werden auf zellulärer Ebene vernichtet


Eine langlebigere Maus mit der Fähigkeit freie Radikale auf zellularer Ebene zu vernichten haben Wissenschafter der University of Washington geschaffen. Diese Forschungsergebnisse bestärken Theorien über den Zusammenhang zwischen freien Radikalen und der Alterung. Es wird davon ausgegangen, dass Formen von Sauerstoff Zellen und Gewebe schädigen und so zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit führen. Der leitende Wissenschafter Peter Rabinovitch erklärte, dass das Team hoffe, dieses Wissen in Zukunft auch beim Menschen anwenden zu können. Die Ergebnisse der Studie wurden in Science veröffentlicht. Experten wie Judith Campisi vom Buck Institute und Howard Jacobs von der Universität Tampere www.uta.fi/english warnen vor möglichen Nebenwirkungen.

Die transgenen Mäuse produzieren größere Mengen des antioxidanten Enzyms Katalase. Zellen nutzen Katalase zur Umwandlung von schädlichem Wasserstoffperoxid in Wasser und molekularen Sauerstoff. Dieses Enzym kommt normalerweise nur im Zytoplasma von Zellen vor. Das Team schuf Mäuse, die größere Mengen von Katalase in ihren Mitochondrien produzierten. Es zeigte sich, dass zellularer Schaden sowie altersbedingte Schädigungen des Herzens im Vergleich zu den normalen Tieren der Kontrollgruppe abnahmen. Die Lebenserwartung der transgenen Mäuse erhöhte sich um mehr als fünf Monate. Das entspricht einer Steigerung von rund 20 Prozent.


Rabinovitch schließt laut NewScientist die gentechnische Veränderung von Menschen zur Erreichung des gleichen Effekts aus. Wahrscheinlicher sei die Entwicklung von Medikamenten, die die Katalaseaktivität nachahmen oder erhöhen. "Letztendlich könnten Ergebnisse dieser Forschungen helfen, die gesunde Lebenserwartung von Menschen zu steigern." Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass eine an grünem Gemüse reiche Ernährung Vorteile für die Gesundheit bringt. Derzeit gibt es laut Rabinovitch jedoch nur wenige Daten, die die Wirksamkeit von Antioxidationsmitteln in Pillenform beweisen. Jetzt gäbe es Hoffnung auf ein enzymbasiertes Medikament, das wenn die Enzyme in die Mitochondrien gelangten, als Tablette eingenommen werden könnte.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.washington.edu
http://www.sciencemag.org
http://www.buckinstitute.org

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