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Gewinnung neuer Erkenntnisse zum Metabolismus bei Fischen

04.05.2005


Scholle, Atlantiklachs, Wolfsbarsch und Goldbrasse sind vier der Hauptfischarten mit besonderer Bedeutung für die europäische Aquakulturindustrie. Die Steigerung der Produktionsraten innerhalb des Industriezweigs hängt.



Die wichtigsten Zellregulatoren für das Fettgleichgewicht bei Wirbeltieren wurden als Peroxisome Proliferator-Activated Receptors (PPAR) identifiziert. PPAR bilden eine große Proteingruppe in den meisten Zellarten, die sowohl an der Ablagerung von Fettgewebe als auch am Fett-/Lipid-Abbau beteiligt sind. Die Forscher des FPPARS-Projektes konzentrierten sich auf die Entdeckung von Möglichkeiten, die Fettablagerung bei Fischpopulationen in europäischen Fischzuchtanlagen zu steigern, und richteten ihre Aufmerksamkeit auf die Untersuchung der PPAR bei Fischen. Das Grundprinzip hinter dieser speziellen Entscheidung wurde insofern gerechtfertigt, dass das Wissen zu den PPAR-Funktionen bei Fischen Forscher eventuell mit den nötigen Hilfsmitteln ausstattet, um die Fettablagerung im Fischgewebe zu steigern.

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Eine der ersten Aufgaben des Projektes bestand darin, PPAR der entsprechenden Fischarten zu identifizieren und zu klonen. Die Forschungsarbeiten zeigten, dass im Atlantiklachs und in der Scholle drei verschiedene PPAR-Typen vorkommen. Es gibt gewisse strukturelle Ähnlichkeiten zwischen bestimmten PPAR-Typen der Scholle und des Atlantiklachses, die weitere Untersuchung zeigte jedoch Unterschiede zwischen den PPAR von Fischen und denen von Säugetieren. Auch wenn diese Beobachtung möglicherweise keine neuen Erkenntnisse zu den speziellen Vorgängen der PPAR-Funktion bei Fischen bringt, so unterstrich sie doch erstmals den Unterschied zwischen den PPAR von Säugetieren und denen von Fischen.

Diese durch Klonversuche belegten Verschiedenheiten in Struktur und genetischem Aufbau enthüllen möglicherweise noch weitere Funktionsunterschiede dieser Rezeptorengruppen, die auf unterschiedliche Evolutionspfade schließen lassen. Dieses Ergebnis beweist diese Verschiedenheiten deutlich, und die Vertiefung dieser Forschung führt eventuell zu neuen Informationen über Vorgänge und Pfade, die auf den PPAR von Fischen beruhen. Das Projekt könnte deshalb bedeutende Konsequenzen auf das derzeit verfügbare Wissen um den Fettmetabolismus nicht nur von Fischen, sondern auch von anderen Gruppen niedererer Wirbeltiere haben.

Dr. Michael J. Leaver | ctm
Weitere Informationen:
http://www.external.stir.ac.uk/

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