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Neuartige Technologie für die Krebserkennung

20.04.2005


Eine durch oxidativen Stress verursachte DNA-Schädigung wurde wiederholt mit menschlichen Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. Deshalb ist es äußerst wichtig, präzise und effektive Diagnosehilfen zu entwickeln, die den Grad der Schädigung kennzeichnen können, welche durch oxidativen Stress in der menschlichen DNA hervorgerufen wurde.



Die Bildung von Etheno-DNA-Addukten wird, ähnlich wie Schäden an der Oberfläche der DNA-Moleküle, zum Teil oxidativem Stress zugeschrieben. Es werden Untersuchungen durchgeführt, in denen man versucht, ihre Rolle bei der Karzinogenese zu verdeutlichen. Der Schwerpunkt liegt dabei besonders auf der Fähigkeit der Zellen, Etheno-DNA-Addukte zu reparieren, und auf der Frage, ob ein Versagen dieser Reparaturmechanismen eventuell zu Mutationen und Krebs führen kann.



Das Patterson Institute for Cancer Research im britischen Manchester ist an der Erweiterung der gegenwärtig verfügbaren Kenntnisse zu Etheno-DNA-Addukten und deren Anwendungen, insbesondere auf dem Gebiet der Krebsdiagnostik, beteiligt. Die Forscher wollen erfolgreich einkettige Antikörperfragmente (scFVs) erzeugen, die eine Reihe von Etheno-Addukten in der DNA erkennen und sich mit diesen verbinden. Bislang konnten sie scFVs isolieren, die sich mit Etheno-Addukten in Adenosin-, Cytosin- und Guaninanteilen der DNA-Oligonukleotide, oftmals mit multiplen Spezifitäten, verbinden.

Nachdem die Wirksamkeit solcher scFVs bei der Erkennung von Etheno-Addukten in genomischer DNA sicher nachgewiesen wurde, könnte diese Technologie möglicherweise zur Entwicklung von Diagnosehilfen führen, die in der Lage sind, die Bildung von DNA-Addukten mit krebspathologischen Anzeichen im Frühstadium in Verbindung zu setzen.

Dr. Rhoderick Elder | ctm
Weitere Informationen:
http://www.paterson.man.ac.uk/

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