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Neuartige Diagnoseverfahren für Hoftiere

20.04.2005


Die Verbreitung von Virusinfektionen unter europäischen Hoftieren gibt Anlass zu stetiger Sorge. Das Multiplex-PCR-Projekt wurde ins Leben gerufen, um neuartige Diagnoseverfahren auf Nukleinsäure-Basis zu entwickeln, die es ermöglichen, in einer einzigen Probe eine Reihe von krankheitserregenden Viren zu ermitteln. Ziel war dabei die Verkürzung der Wartezeiten und die Verminderung der damit verbundenen Kosten.


Im Rahmen des Projekts sollte ein schnelles Multiplex-PCR-Verfahren zur gleichzeitigen Diagnose mehrerer Viruskrankheiten entwickelt werden. Die Forscher konzentrierten sich ursprünglich auf die Entwicklung einer multiplexen Kombination, die fünf Zielviren abdeckt, welche mit Fortpflanzungsstörungen in Verbindung gebracht werden. Dazu gehörten die Viren der Afrikanischen Schweinepest (ASP), der Klassischen Schweinepest (KSP) und der Aujeszky’schen Krankheit (AK) sowie der Porzine Parvovirus (PPV) und der Virus des Porzinen Reproduktiven und Respiratorischen Syndroms (PRRSV).

Die anfänglichen Anstrengungen blieben jedoch ohne Erfolg und die Forscher haben sich stattdessen auf die Entwicklung herkömmlicher Multiplex-PCR-Analyseverfahren auf Gel-Basis konzentriert. Die Zielviren wurden in zwei Gruppen aufgeteilt - ein Analyseverfahren wurde zur ASP/KSF/AK-Ermittlung, das andere zur PRRSV/PPV/AK-Ermittlung entwickelt. Trotz der veränderten Forschungsrichtung haben Tierversuche die Wirkungslosigkeit des ASP/KSF/AK-Dreifachproduktes bewiesen.


Im Gegensatz dazu hat das Forschungsteam des Veterinär-Instituts im ungarischen Debrecen einen geeigneten Primer-Satz isoliert, um die zweite Virengruppe zu ermitteln. Das entwickelte Analyseverfahren lieferte bei klinischen PRRSV-, PPV- und ADV-Proben äußerst positive Ergebnisse. Die entwickelte Technologie kann die Bearbeitungszeiten deutlich reduzieren und die Diagnose von Viruskrankheiten bei sehr großen Viehbeständen unterstützen.

Dr. Istvan Kiss | ctm
Weitere Informationen:
http://sgicenter.oai.hu/

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