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Auswirkungen von oxidativem Stress auf menschliche Krankheiten

13.04.2005


DNA-Schäden, die durch oxidativen Stress verursacht werden, wurden mit dem Ausbruch von Krebs, kardiovaskulären Krankheiten und Funktionsstörungen des Gehirns in Zusammenhang gebracht. Ein Verständnis der Mechanismen, über die Zellen mit solchen Schäden umgehen, ist ein erster wichtiger Schritt bei der Entwicklung von neuen pharmezeutischen Mitteln.



Durch oxidativen Stress verursachte DNA-Schäden treten in der Form von Etheno-DNA-Addukten auf. Diese Verletzungen der DNA werden bekannterweise über den BER-Pfad (Basen-Exzisionsreparatur) repariert. Neue Forschungen haben aber gezeigt, dass in Zellen von Säugetieren und Bakterien auch noch andere Reparaturmechanismen zum Einsatz kommen, welche die BER unterstützen.



Der neue Pfad mit dem Namen NIR-Pfad (Nukleotid-Inzision-Reparatur) könnte bedeutende Auswirkungen auf die Bestimmung von neuen Onkogenen sowie auf die Charakterisierung von neuen pharmokologisch wichtigen Zielen haben. Auf der Ebene der Enzyme zeigte sich ebenfalls, dass das menschliche ANPG-Enzym (Alkylpurin-DNA-N Glykosylase) an der Reparatur von spezifischen Etheno-DNA-Addukten beteiligt ist, obwohl es nicht weiterführend als Teil des NIR-Pfades anerkannt wurde.

Entwicklungen bei der Untersuchung der Auswirkungen von oxidativem Stress auf Zellfunktionen und Zellmorphologie haben zu einer Reihe interessanter Ergebnisse geführt. Die Implikationen des NIR-Pfades und die Bedeutung von APNG könnten sich in der Zukunft als nützlich erweisen, wenn die Suche nach pharmakologisch relevanten Zielen zunehmend dringender wird.

Dr. Murat Saparbaev | ctm
Weitere Informationen:
http://www.igr.fr/

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