Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gen STOX1 für Problemschwangerschaften verantwortlich

04.04.2005


Einfacher Bluttest soll Risiko feststellen können



Wissenschafter des VU medisch centrum haben nachgewiesen, warum eine potenziell lebensgefährliche Schwangerschaftskomplikation in Familien vorkommt. Verantwortlich ist mit STOX1 ein Gen, das von der Mutter auf die Tochter vererbt wird. Frauen, die über dieses Gen verfügen und schwanger werden, riskieren eine Präeklampsie. Charakteristisch für diese Erkrankung sind Probleme mit dem Blutdruck und den Nieren, die tödlich sein können. Die Wissenschafter erklärten gegenüber BBC online, dass ein Test für dieses Gen möglich sein sollte. Die Ergebnisse der Studie wurden in Nature Genetics veröffentlicht. Bis zu eine von zehn Schwangeren kann an Präeklampsie erkranken. In einem von 50 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung.



Präeklampsie wird durch einen Defekt der Plazenta verursacht. Die genauen Ursachen sind derzeit noch nicht erforscht. Gemeinsam mit einem Team der Adelaide University untersuchten die Wissenschafter Familien mit zwei oder mehreren Schwestern, die während der Schwangerschaft an Präeklampsie erkrankten. Durch die Analyse der DNA der Familienmitglieder zeigte sich, dass eine Version des Gens, STOX1, allen 67 betroffenen Frauen gemeinsam war. Es ist bekannt, dass STOX1 in der Plazenta während eines entscheidenden Stadiums der frühen Schwangerschaft exprimiert wird. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass die Genversion der Betroffenen nicht so gut arbeiten wie die meisten anderen Formen dieses Gens.

Frauen mit einer fehlerhaften Kopie des Gens verfügen über eine 50-50 Chance, dass das Gen in der Plazenta exprimiert wird. Der leitende Wissenschafter erklärte, dass man Hoffnung in einen Text für dieses Gen setze. Es könne sich durchaus auch um einen einfachen Bluttest handeln. Betroffene Frauen könnten bei Eintreten einer Schwangerschaft wiederholt getestet werden. Komplikationen sollten durch eine entsprechende Behandlung in der Folge verhindert werden können. "Eine Frau, die theoretisch an Präeklampsie erkranken hätte müssen, erkrankte nicht. Sie erhielt am Anfang der Schwangerschaft Blut verdünnende Medikamente wie Heparin und Aspirin." Es sei zu untersuchen, ob die Behandlung mit derartigen Medikamenten eine positive Auswirkung habe.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.vumc.nl
http://www.nature.com/ng

Weitere Berichte zu: Gen Plazenta Präeklampsie STOX1 Schwangerschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen
20.09.2017 | Veterinärmedizinische Universität Wien

nachricht Molekulare Kraftmesser
20.09.2017 | Max-Planck-Institut für Biochemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik