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DNA-Schäden und Reparaturmechanismen

23.03.2005


Die Bemühungen, die Zusammenhänge zwischen oxidativem Stress, DNA-Schäden und zellulären DNA-Reparaturmechanismen sowie deren Rolle in der menschlichen Pathologie zu erklären, haben zu einer Reihe von wichtigen Erkenntnissen geführt. Es gibt jetzt zunehmend Beweise, welche die kausativen Auswirkungen von durch Oxidation verursachten DNA-Schäden auf verschiedene Krankheiten wie Brust- und Dickdarmkrebs stützen.


Oxidativer Stress durch fetthaltige Säuren, bekannt als lipide Peroxidation, führt zur Erzeugung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen, die mit DNA-Molekülen reagieren, um Addukte zu bilden, welche einer krankhaften Gewebsveränderung ähneln.

Es wurde gezeigt, dass das Vorkommen von DNA-Addukten die DNA-Synthese einschränkt und zelluläre Reparaturmechanismen auslöst, mit denen diese Addukte entfernt werden sollen. Bei den zwei wichtigsten Reparaturwegen handelt es sich um das NER-System (Nukleotid-Exzisions-Reparatur) und die DNA-Rekombination. Untersuchungen zu DNA-Addukten gehen davon aus, dass die lipide Peroxidation und die Bildung von Addukten mit der Pathogenese von Brust- und Dickdarmkrebs zusammenhängen können.


Überdies bietet der Zusammenhang zwischen lipider Peroxidation und Krebs in Patienten mit betroffenen zellulären Reparatursystemen weitere Forschungsmöglichkeiten. Insbesonders haben Gewebeproben von Dickdarmkrebspatienten in Norwegen und Polen eine deutliche Inaktivität der Reparaturmechanismen gezeigt, die für die Entfernung von DNA-Addukten aus krebsartigem Gewebe genutzt werden.

Eine eingehende Untersuchung und Erklärung dieser Aspekte der Krebspathologie kann sich in Zukunft bei der Diagnose und wirkungsvollen Behandlung dieser Krankheit als nützlich erweisen.

Prof. Barbara Tudek | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ibb.waw.pl/

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