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Schnelldiagnose von Schweinekrankheiten

23.03.2005


Die Ausrottung der wichtigsten Viruskrankheiten aus europäischen Schweinezuchtanlagen ist ein wichtiger Faktor für die Rentabilität dieser Einrichtungen. In Anbetracht dieses äußerst wichtigen Ziels wurde im Rahmen des MULTIPLEX PCR Projekts eine einfache Methode zur schnellen, gleichzeitigen Entdeckung zweier wichtiger Schweineviren entwickelt.



Die Klassische Schweinepest (KSP) ist eine ansteckende Schweinekrankheit mit bedeutenden Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft. In Europa führte der letzte Ausbruch in den Niederlanden zu merklichen ökonomischen Verlusten und zur Einleitung von Ausrottungsprogrammen. Solche Programme beinhalten neben anderen Kontrollmaßnahmen die Schnelldiagnose. Der KSP-Virus tritt jedoch noch in vielen anderen Ländern auf.



Ein weiterer wichtiger übertragbarer Erreger von Schweinekrankheiten ist der Afrikanische Schweinepest-Virus (ASPV), der sich in den westlichen Ländern verteilt hat und eine hohe Sterblichkeitsrate aufweist. Der infektiöse ASPV kann selbst in gekühlten und gesalzenen Fleischprodukten mehrere Monate überleben. Sowohl der KSPV als auch der ASPV wurden als hämorrhagische Viren der Liste A charakterisiert.

Die herkömmlich genutzten Diagnosemethoden haben sich aufgrund langer Diagnosezeiten und geringer Sensibilität als ineffizient herausgestellt. Um diesen Bedürfnissen zu entsprechen, wurde im Rahmen dieses Projekts das Potenzial von Methoden der Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase Chain Reaction - PCR) genutzt. Darüber hinaus gelang es den Forschern, sich den mit solchen Verfahren verbundenen Nachteilen wie dem Ansteckungsrisiko und dem Mangel an Standardisierung zu widmen.

Deshalb ermöglicht eine erst kürzlich entwickelte multiplexe Reverse Transkriptase-PCR-Untersuchung (RT-PCR) auf Gel-Basis in nur einem Schritt die gleichzeitige und gestaffelte Entdeckung dieser hämorrhagischen Viren der Liste A. Auf Grundlage von zwei virenspezifischen Primersätzen ermöglicht dieses neuartige und zuverlässige Verfahren mit hohem Durchsatz die Erweiterung von DNA-Fragmenten unterschiedlicher Länge und somit die gestaffelte Entdeckung von PCR-Produkten.

An 150 positiven Proben aus verschiedenen ASP- und KSP-Ausbrüchen erwies sich diese Methode als äußerst nützliches Tool. Genauer gesagt führte die Untersuchung in weniger als 5 Stunden zu einer sensiblen und speziell gestaffelten Diagnose von klinischen Proben. Zusätzlich dazu wurde eine weitere uniplexe RT-PCR Untersuchung speziell für den KSPV entwickelt und als stabiles Instrument zur schnellen und frühen Diagnose dieser Krankheit standardisiert.

Dr. Marisa Arias | ctm
Weitere Informationen:
http://www.inia.es

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