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Menschliche Stammzellen ohne tierische Produkte geschaffen

17.03.2005


Roslin Institute will Gefahr einer Verunreinigung ausschließen



Wissenschafter des Roslin Institute haben Stammzellen ohne den Einsatz tierischer Produkte geschaffen. Derzeit werden die Zellen mit Hilfe von lebenden Tierzellen gezüchtet. Ein Verfahren, das das Risiko einer Verunreinigung mit Viren und anderen schädlichen Einflüssen in sich trägt. Zusätzlich wurde immer wieder auch tierisches Serum eingesetzt. Das Team um Paul de Souza isolierte Stammzellen von Embryos, die für eine künstliche Befruchtung geschaffen aber nicht gebraucht wurden. Sie wurden auf einer Lage des menschlichen Proteins Laminin platziert. In einem nächsten Schritt wurden Schichten menschlicher neonataler Vorhaut dafür eingesetzt, die notwendigen Nährstoffe und Wachstumsfaktoren zu liefern. Normalerweise werden diese Substanzen aus Mäusezellen gewonnen.



Vier neue Kulturen embryonaler Stammzellen entstanden laut NewScientist. Drei Kulturen erhielten wie gewohnt zusätzliche Wachstumsfaktoren und Nährstoffe von Kühen. Die vierte Kultur erhielt eine Mischung, die ausschließlich aus menschlichen Wachstumsfaktoren und Proteinen bestand. Mit diesem Verfahren entstanden laut de Souza die ersten embryonalen Stammzellen, die in keinem Stadium ihrer Entwicklung direkt tierischen Produkten ausgesetzt waren. Die Vorhautzellen kamen während ihrer Herstellung trotzdem mit tierischen Produkten in Kontakt. "Das bedeutet, dass es noch immer möglich ist, dass unbekannte Krankheitserreger über diese Hilfszellen in die Stammzellen selbst gelangt sein könnten." Laut BBC haben Wissenschafter der IVI Foundation ähnliche Experimente mit hautähnlichen Zellen aus der Plazenta durchgeführt. Forscher von Advanced Cell Technology ist es gelungen, embryonale Stammzellen ohne Nährzellen zu schaffen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.roslin.ac.uk

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