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Neue genetische Verbindungen zur Fettleibigkeit

22.02.2005


Da die Anzahl der als fettleibig geltenden Europäer stetig steigt, wird das Wissen um die Ursache der Fettleibigkeit immer wichtiger. Im Rahmen des NUGENOB-Projektes wurde erforscht, welches Zusammenspiel von Nährstoffen und Genen eine mögliche Ursache für die Fettleibigkeit sein könnte.



Die Fettleibigkeit verursacht zahlreiche gesundheitliche Probleme. Trotzdem wissen viele hilflose fettleibige Menschen nicht, wie sie ein gesundes Gewicht erreichen sollen. In dem Bestreben, dieses Problem zu lösen, haben Wissenschaftler die Genetik der Fettleibigkeit untersucht, indem sie die Beziehung zwischen Genen mit einem Bezug zur Fettleibigkeit und physiologischen Reaktionen auf Nahrungsfette erforschten.



An dieser Untersuchung beteiligten sich 600 fettleibige und 120 normalgewichtige Personen. Ihre Essgewohnheiten und ihr Lebensstil wurden bewertet und eine Reihe klinischer Tests wie Untersuchungen des Körperbaus, Blutproben und Fettbiopsien durchgeführt. Anschließend aßen die Kandidaten eine sehr fetthaltige Mahlzeit und zu festgelegten Zeiten wurden Hormone und Stoffwechselprodukte gemessen. Darauf folgte eine zehnwöchige hypokalorische Diät. In dieser Zeit wurden Veränderungen des Stoffwechsels, der Hormone, des Körpergewichtes und -baus sowie der Genexpression im Fettgewebe aufgezeichnet.

Durch die Untersuchung der Veränderungen der Genexpression im Fettgewebe, die aufgrund des unterschiedlichen Fettgehaltes der Diät-Nahrung entstanden, konnten verschiedene Gene und Genvarianten ermittelt werden. Diese gelten Veränderungen im Fettgehalt gegenüber als empfindlich und wurden anschließend in eine interaktive Datenbank eingegeben. Die Datenbank beinhaltet auch Informationen zu Genen, die auf eine Kalorienbeschränkung, Überfütterung oder Veränderung in der Ernährung von Menschen oder Tieren reagieren. Ferner enthält sie ein Punktesystem, das Hinweise auf die Genempfindlichkeit zur Verfügung stellt.

Eine vorläufige Version dieser Datenbank liegt in Textform vor. Wenn sie vervollständigt wurde, wird sie über das Internet erreichbar und für Forscher zur Fettleibigkeit sowie die Pharma- und Lebensmittelindustrie von Interesse sein.

Prof. Thorkild IA Sorensen | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ipm.hosp.dk/

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