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Suche nach genetischer Ursache des Metabolischen Syndroms

14.02.2005


Internationale Molekularmediziner kombinieren zwei Analysetechniken



Ein internationales Wissenschaftlerteam hat sich mit zwei völlig neuartigen Analysetechniken daran gewagt, die genetischen Ursachen für die Entstehung des metabolischen Syndroms zu finden. Von der Erkrankung ist in Deutschland ein Viertel der Bevölkerung betroffen, in den USA sind es 47 Mio. Menschen. Die Patienten haben eine Reihe verschiedener Erkrankungen, die sich gegenseitig hochschaukeln. Dazu zählen vor allem starkes Übergewicht, Bluthochdruck, Typ-2 Diabetes und Fettstoffwechselstörungen, berichtet das Berliner Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin MDC dessen Wissenschaftler an der Erforschung mitbeteiligt sind.



Die Experten sehen in diesen vier Einzelerkrankungen eine tödliche Bedrohung für die Betroffenen, denn damit erhöht sich die Gefahr für Arterienverkalkungen und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall. Neben ungesunder Ernährung und mangelnder Bewegung werden auch genetische Risikofaktoren als Auslöser für dieses komplexe Krankheitsbild diskutiert. Der Berliner Forscher Norbert Hübner, Timothy Aitman vom Londoner Imperial College, sowie Wissenschaftler aus Tschechien und den USA haben zwei verschiedene Analysetechniken, die DNA-Chip-Technik (Microarray) und die "Kopplungsanalyse", um ihre Gensonden zu schärfen, miteinander kombiniert.

Mit Hilfe der DNA-Chips erkennen die Wissenschaftler, welche Gene abgelesen werden, um Proteine zu produzieren. Die Kopplungsanalyse erlaubt es, bestimmte Merkmale, wie Bluthochdruck, in Beziehung zu bestimmten Genen zu setzen. Mit beiden Techniken untersuchten sie Fett- sowie Nierengewebe von Laborratten. Beide Gewebe spielen für die Entstehung des metabolischen Syndroms eine wichtige Rolle. Insgesamt konnten die Forscher 73 Gene finden, die für Bluthochdruck in Frage kommen. Nach den ersten Ergebnissen sind die Forscher davon überzeugt, dass sich aus diesen Daten neue Einblicke in die Regulationsmechanismen von Genen und Signalwegen und damit in die Entstehung von Stoffwechselstörungen und kardiovaskulären Erkrankungen gewinnen lassen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.mdc-berlin.de

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