Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanotechnologie in Europa: CeNTech koordiniert Industriekontakte

31.01.2005


FRONTIERS Management Board tagte im CeNTech / Europäische Integration der Forschung als Leitidee



Drei Tage lang stand das Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) in Münster ganz unter der europäischen Flagge: Vom 23.-25. Januar 2005 trafen sich dort die Koordinatoren des im letzten August gegründeten und von der EU geförderten Nanotechnologie-Netzwerkes FRONTIERS. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden Zwischenbilanzen gezogen und die weiteren Etappenziele festgelegt.

... mehr zu:
»FRONTIERS »Nanotechnologie


Die insgesamt 192 FRONTIERS Wissenschaftler aus 12 führenden Forschungsinstitutionen in 8 Ländern haben sich zu Clustern zusammengeschlossen, um ihr Know-How in gemeinsamen Forschungsprojekten zu bündeln.

Um die zu erwartenden Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte zu überführen, hat die von der CeNTech GmbH geleitete Arbeitsgruppe "Science-to-Industry" ihre Arbeit aufgenommen. Sie setzt sich sowohl aus Wissenschaftlern der Forschungsprojekte als auch Vertretern europäischer Großunternehmen sowie Klein- und Mittelständlern zusammen. Um den Forschungstransfer zu beschleunigen, werden beispielsweise eine Reihe von Weiterbildungsveranstaltungen für Industriepartner angeboten und Fragen des europäischen Patentrechts diskutiert. "Kernstück der Arbeitsgruppe ist ein hochrangig besetztes Applikationskomitee, das uns helfen wird, die laufenden Forschungsprojekte hinsichtlich ihrer Marktfähigkeit zu bewerten und die Richtung zukünftiger Entwicklungen zu steuern," erläutert Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer der CeNTech GmbH.

Die Arbeitsgruppe "Gender Issues" stellt sich währenddessen der Aufgabe, die Situation von Wissenschaftlerinnen bei den im Netzwerk aktiven Partnerinstitutionen zu verbessern und ihren Anteil zu erhöhen. "Trotz einiger Fortschritte innerhalb der europäischen Staaten ist die Forschungsgemeinschaft von einer vollständigen Anerkennung weiblicher Mitglieder noch weit entfernt", gibt Steffi Friedrichs von der Universität Cambridge und Leiterin der Gender Awareness Group zu bedenken. "Das FRONTIERS Netzwerk gibt uns aber die Gelegenheit, jene fundamentalen innereuropäischen Unterschiede zu identifieren, welche sowohl im kulturellen als auch arbeitsvertraglich geregelten Bereich eine aktive Karriere weiblicher Wissenschaftler behindern oder begünstigen." Die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe sollen innerhalb der FRONTIERS-Partner umgesetzt und an die Europäische Kommission weiterempfohlen werden.

"Die europäische Integration in der Forschung, in der Ausbildung und in der wissenschaftlichen Infrastruktur ist das Hauptziel von FRONTIERS", betont Netzwerk-Koordinator Jan-Willem Weener vom niederländischen Partnerinstitut MESA+. "Mit diesem Ansatz tragen wir dazu bei, die Fragmentierung der europäischen Nanotechnologie-Forschung zu überwinden und Europa als Wirtschaftsraum zu stärken."

Claas Sudbrake | idw
Weitere Informationen:
http://www.frontiers-eu.org
http://www.centech.de

Weitere Berichte zu: FRONTIERS Nanotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zirkuläre RNA wird in Proteine übersetzt
24.03.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen
24.03.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise