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Verständnis der Verbindungen zwischen der Ernährung und der Gesundheit von Fischen

19.01.2005


Die langfristige Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden von Zuchtfischen ist entscheidend für die Nachhaltigkeit der Aquakulturindustrie der EU. Die Pflege gesunder Fische ist deshalb ein Hauptschwerpunkt unter den Fischzüchtern und könnte unversehens mit der Ernährungszusammensetzung in Verbindung gebracht werden.


Bei den Wirbeltieren (einschließlich Fischen) ist der Verdauungstrakt mit zahlreichen Funktionen wie Nährstoffaufnahme, Verdauung und Infektionsprävention verbunden. Die Ernährungszusammensetzung könnte mit der Integrität des Verdauungstraktes zusammenhängen, demzufolge einen Einfluss auf seine Funktionen haben und sich auf die Gesundheit und Krankheitsresistenz auswirken. Im Rahmen eines Versuches, Pflanzenöle in Fischfuttermittel einzubinden, mussten die Forscher nachweisen, wie sich Ernährungsumstellungen auf den Verdauungstrakt der Fische auswirken würden und ob dies auch Folgen für die Aquakulturproduktion hätte. Das war das Ziel des GUTINEGRITY-Projektes.

Im Rahmen dieses Projektes konzentrierte man sich auf eine Reihe von Schwerpunkten. Einer davon war der Einfluss einer auf Pflanzenöl basierenden Ernährung (im Vergleich zu einer auf Fischöl basierenden Ernährung) auf die Zusammensetzung und Funktion des Verdauungstraktes der Fische. Die Studien belegten, dass Fischöle weitgehend durch Pflanzenöle ersetzt werden können, die Ernährung muss jedoch einen bestimmten Anteil an Fischöl enthalten. Das vollständige Fehlen von Fischölen könnte zu Defiziten in der Integrität des Verdauungstraktes führen. Man fand auch heraus, dass eine auf Sonnenblumenöl basierende Ernährung nach dem Einwirken pathogener Bakterien zu langsameren Infektionsraten führt. Studien zur Selbstfütterung zeigten auch, dass die Regenbogenforelle eine auf Fischöl basierende Ernährung einer auf Pflanzenöl basierenden vorzieht.


Interessant ist, dass trotz der bekannten Änderungen der Fettsäurezusammensetzung und Darmfunktion aufgrund einer auf Pflanzenöl basierenden Ernährung das kurzfristige Wachstum und die Leistung nicht beeinträchtigt wurden. Langzeitstudien müssen noch durchgeführt werden, und es werden weitere Daten erwartet, die die Eignung einer auf Pflanzenöl basierenden Ernährung in der Fischzucht belegen. Diese Ergebnisse bilden die erste detaillierte Untersuchung zu den Auswirkungen der Ernährungszusammensetzung auf die Darmintegrität und allgemeine Gesundheit von Fischen. Die Auswirkungen könnten sich nicht nur auf die Aquakulturindustrie beschränken, sondern sich auch auf weitere biologische Forschungen zu Krankheitsresistenz und Barrierefunktionen richten.

Thrandur Bjornsson | ctm
Weitere Informationen:
http://www.gu.se

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