Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unbekannte Mikroben im Mittelmeer entdeckt

14.01.2005


Ein Forscherteam der University of Essex hat neue Mikroben im Mittelmeer gefunden, die unter extremen Bedingungen leben. Im Zuge des dreijährigen Biodeep-Projekts sind die Wissenschaftler in der Tiefsee auf bisher unbekannte Lebensformen gestoßen, die zeigen, dass es möglicherweise auch auf "lebensfeindlichen Planeten" Leben geben könnte. Die Mikroben sind aber auch für die Forschung von größtem Interesse: Sie bieten Ansatzpunkte für Untersuchungen in der Medizin, in der Landwirtschaft und der Biotechnologie, berichtet die Universität Essex.



Die Bedingungen, unter denen die Mikroben der Gattung Archaea in den Salzwasser-Seen in 4.000 Metern Tiefe leben, haben die Forscher jedenfalls in Staunen gebracht: die Salzkonzentration ist zehn Mal höher als im Meer, Sauerstoff war gar nicht vorhanden und die Drücke sind 400 Mal höher als auf der Erde. Die Salzwasser-Bassins, die sich vor der Ostküste Siziliens befinden, standen schon länger im Interesse der Forscher, da sie vom normalen Meerwasser isoliert sind und daher eigenes Leben entwickeln konnten. Das "Discovery Bassin", einer dieser Salzseen, enthält große Mengen von Magnesiumchlorid.



Am Biodeep-Projekt nehmen Forscher von zahlreichen Universitäten Europas teil. Darunter sind Wissenschaftler aus den Niederlanden, Italien, Frankreich, Griechenland, Deutschland und Großbritannien. Ken Timmis von der University of Essex sieht in den Mikroben jedenfalls höchst komplexe Lebensformen, die für die Entwicklung von zahlreichen neuen Produkten höchste Priorität besitzen. "Mögliche Anwendungen reichen von der Entwicklung neuer Antibiotika oder anderer Medikamente bis hin zu Enzymen in der chemischen Industrie", so Timmis.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.essex.ac.uk

Weitere Berichte zu: Biodeep-Projekt Mikrobe Mittelmeer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen
12.12.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

nachricht Undercover im Kampf gegen Tuberkulose
12.12.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik