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Seit zehn Jahren hochwertige und schnelle Informationen über Chemikalien

12.01.2005


Datenbank GSBL ist wichtiges Instrument bei Unfällen, für Aufsichtsbehörden und Wissenschaft

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»GSBL »Gefahrenabwehr

Seit nunmehr zehn Jahren liefert der Gemeinsame Stoffdatenpool Bund/Länder - kurz: GSBL - verlässliche Daten für Einrichtungen aus Bund, Ländern und Kommunen. Zum Beispiel für Feuerwehr und Polizei - bei einem Unfall mit gefährlichen Chemikalien. Der zentrale Datenbestand stellt rund um die Uhr aktuell und informativ wichtige Details zu chemischen Stoffen und deren Einflüsse auf Mensch und Umwelt, deren Gefahrenpotenzial sowie Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bereit. Grundlage dieses Datenpools bildet eine Vereinbarung des Bundesumweltministeriums (BMU) mit den Bundesländern.

Die Bundes- und Länderbehörden erarbeiten die Daten des GSBL - bei der Koordinierungsstelle im UBA werden sie mit Hilfe eines komplexen Softwaresystems zusammengeführt. Hier wird der zentrale Datenpool auch verwaltet und gepflegt. Vor allem die Gefahrstoff-Schnellauskunft - ein Bestandteil der GSBL - ist seit Jahren ein wichtiges und viel genutztes Instrument zur Gefahrenabwehr. Insbesondere solche Institutionen - wie Feuerwehr, Polizei, Zoll und Umweltämter - nutzen die bundesweite Vernetzung der Daten bei Katastrophen, Unfällen sowie Havarien und Störfällen mit gefährlichen Stoffen. Für die Aufsichtsbehörden der Länder ist der GSBL zum Beispiel für emissions- und wasserrechtliche Fragestellungen interessant. Im wissenschaftlichen Bereich wird das hohe Qualitätsniveau der umfassenden Daten geschätzt, welches etwa für die ökotoxikologische Gefahreneinschätzung einzelner Stoffe und Stoffgemische und für die Auswahl der richtigen Ersteinsatzmaßnahmen wichtig ist.


Die Erweiterung der Europäischen Union stellt neue Anforderungen bei der Gestaltung der Stoffinformations-Systeme des GSBL. Hier werden zukünftig auch wichtige Informationen gemäss der europäischen Gesetzgebung - nicht nur für den Umweltsektor - erfasst und bereit gestellt. Der GSBL liefert dafür eine bereits erprobte und von 15 Bundesländern genutzte Lösung, sowohl auf konzeptioneller als auch auf softwaretechnischer Basis. Beim Entwurf der Informationstechnik zur neuen europäischen Chemikalienpolitik REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals’) fließen bereits jetzt erste konzeptionelle Ideen ein.

Als Teil der elektronischen Verwaltung, der eGovernment-Dienstleistungen des Bundes wird der GSBL auch in diesem Jahr auf der Computermesse CeBIT dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Schon jetzt ist unter der Adresse http://www.gsbl.de ein Zugriff auf einen kleinen Ausschnitt der Stoffinformationen des GSBL möglich.

Jana Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.gsbl.de
http://www.umweltbundesamt.de

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