Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hervorrufung von Flüssigkeitsturbulenzen in Laboruntersuchungen

11.01.2005


Auf Grundlage einer Untersuchung der Einflüsse von Turbulenzen auf das Plankton und die Nährstoffdynamik wurde ein neues System zur Erzeugung unbeständiger Flüssigkeitsströme im Labor entwickelt.



Mit mineralischen und organischen Nährstoffen angereichertes Wasser soll zu einer starken Zunahme von pflanzlichem Leben führen, was wiederum den Sauerstoffgehalt reduziert und so das Aussterben anderer Organismen verursacht. Die so genannte Eutrophierung ist in den europäischen Küstengewässern allgegenwärtig und beeinträchtigt ganz besonders dort ansässige Industriezweige, wie z.B. den Tourismus und die Fischerei, sowie das Gleichgewicht des jeweiligen Ökosystems.



Aufgrund fehlender detaillierter Kenntnisse über die Hauptvariablen wie beispielsweise die Auswirkung kleiner Turbulenzen auf das Zusammenspiel von Plankton und Nährstoffdynamik ist es schwer, die Folgen der Eutrophierung vorherzusagen. Deshalb wurde im Rahmen des NTAP-Projekts mit Hilfe von vertikalen oszillierenden Gittern ein System zur Erzeugung von Turbulenzen in Flüssigkeiten in einem Laborcontainer entwickelt.

Sogar in Mehrfachcontainern erzeugen eigenständige Getriebemotoren mit unterschiedlichen nominalen Rotationsfrequenzen gleichzeitig eine Reihe von verschieden starken Turbulenzen. Zusätzlich kann über einen verstellbaren Exzenterarm, der die Rotationsbewegung des Motors in eine vertikale Übergangsbewegung umwandelt, der Gitterhub verändert werden.

Die Verwendung von Materialien, die für die lebenden Organismen verträglich sind und die Standards der Lebensmittelindustrie einhalten, machen dieses System zu einem wertvollen, artenspezifischen Werkzeug, mit dem der Einfluss von Turbulenzen auf das Plankton untersucht werden kann. Im Gegensatz zu konventionellen Systemen bietet diese Innovation die simultane Untersuchung verschiedener Turbulenzstärken. Darüber hinaus kann das System hinsichtlich des eingesetzten Motors und Containervolumens skaliert werden.

Ein weiteres wichtiges Projektergebnis ist die durchsuchbare Datenbank, in der die Auswirkungen verschiedener hydrodynamischer Systeme auf Organismen, Gemeinschaften und biologische Prozesse zusammengefasst sind. Dazu gehören auch Informationen über viele andere Aspekte wie Temperatur, Salzgehalt, Organismengröße sowie Konzentration und Größe der Nährstoffe bzw. Beutepartikel. Es besteht Interesse an einer Zusammenarbeit für die Aktualisierung der Daten, da die Datenbank wahrscheinlich eine wichtige Quelle für Turbulenzauswirkungen auf das Plankton sein wird.

Kontakt:

Dr. Francesc Peters
Institut de Ciencies del Mar, CMIMA (CSIC)
Reserch Associate
Passeig Maritim de la Barceloneta 37-49
08003 Barcelona, Spanien
Tel: +34-93-2309598
Fax: +34-93-2309555
Email: cesc@icm.csic.es

Dr. Francesc Peters | ctm
Weitere Informationen:
http://www.icm.csic.es/bio/projects/ntap

Weitere Berichte zu: Eutrophierung Nährstoff Organismus Plankton Turbulenzen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Krebsdiagnostik: Pinkeln statt Piksen?
25.05.2018 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Kugelmühlen statt Lösungsmittel: Nanographene mit Mechanochemie
25.05.2018 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics