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Zell-TÜV von Immunzellen für die Krebstherapie

29.06.2001


Reife dendritische Zellen interagieren mit T-Zellen


Noch unreife dendritische Zellen in Interaktion mit T-Zellen


Stipendium des DRK-Blutspendedienstes für GBF-Doktoranden.

Die Dr.-Wilhelm-Kempe-Stiftung des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Oldenburg, Bremen hat seine diesjährigen Stipendien für Forschungsprojekte über hämatopoetische Stammzellen vergeben. Das Projekt von Lars Macke, Doktorand an der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF), wird ab Juli für ein Jahr mit 25.000 Mark gefördert. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit dem Thema "Qualitätskontrolle von dendritischen Zellen für die Immuntherapie". Die erwähnten Zellen spielen eine Schlüsselrolle bei der Auslösung der Immunantwort. Sie steuern die Aktivierung des Abwehrsystems. Ziel ist es, Krebspatienten gezielt durch eine Stimulation ihres Immunsystems zu behandeln. Macke versucht dazu eine sorgfältige Qualitätskontrolle für die eingesetzten Zellen zu entwickeln.

Dendritische Zellen für die Immuntherapie

Das Immunsystem erkennt und beseitigt Zellen, die zum Beispiel durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien verändert sind. Auch Krebszellen werden bekämpft. Manche jedoch entkommen dem Immunsystem, ein Tumor kann entstehen. Lars Macke untersucht die Voraussetzungen dafür, dass die körpereigenen Immunzellen gegen den Krebs vorgehen. Er gewinnt aus dem Blut von Krebspatienten Vorläufer von dendritischen Zellen. Hierzu kooperiert die GBF mit dem Städtischen Klinikum Braunschweig.

Dendritische Zellen geben das Signal zum Angriff

Im Reagenzglas regt Macke diese Zellen an, sich zu reifen dendritischen Zellen zu entwickeln. Zusätzlich werden sie von Macke darauf trainiert, dem Immunsystem Merkmale des Tumors zu präsentieren. Dafür sorgt der Wissenschaftler, indem er mit Hilfe eines Virus-Taxis Gene von so genannten Tumorantigenen in die dendritischen Zellen einschleust. Andere Abwehrspezialisten, insbesondere die T-Zellen, erkennen diese Tumorstückchen. Sie vermehren sich und schwärmen mit dem "Fahndungsfoto" aus, um den Tumor zu finden und die Krebszellen letztlich zu vernichten.

Dendritische Zellen müssen durch den TÜV

Bevor man die Zellen dem Patienten verabreicht, muss sorgfältig überprüft werden, ob sie eine effektive Immunantwort auslösen. Macke entwickelt hierzu eine Liste von Qualitätskriterien. Er wird kontrollieren, wie gut die dendritischen Zellen sich aus den Vorläufern entwickeln, ob sie die Tumorantigene ausreichend präsentieren und ob die T-Zellen auch ordnungsgemäß reagieren. Er wird weiter untersuchen, wie man die Zellen für den klinischen Gebrauch haltbar machen kann, ohne dass sie ihre Aktivität einbüßen.

Dipl.-Biol./Dipl.-Journ. Thomas | idw

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