Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Makrofauna kennzeichnet Biovielfalt

15.12.2004


Im Rahmen einer europäischen Initiative wurden Mittel zur Überwachung und Anzeige wichtiger biogeographischer Indikatoren der europäischen Biovielfalt entwickelt.



Seit einiger Zeit besteht die Notwendigkeit, Veränderungen in der Biovielfalt, besonders in der Vielfalt der Arten, zu erfassen. Problematisch sind dabei jedoch die Schwierigkeiten in der Beurteilung der Veränderungen bei sehr vielen Arten eines bestimmten Gebietes. Deshalb war ein geeigneter Indikator erforderlich, der Veränderungen schnell erkennen lässt und frühzeitig vor Veränderungen sowie möglichen Gefahren warnt, die sich aus solchen Veränderungen für die Biovielfalt ergeben können. Zu den möglichen Bedrohungen gehören die Verschmutzung und fremde Arten.

... mehr zu:
»Biovielfalt »Indikator »Makrofauna


Im Rahmen dieses Projektes wurden zunächst die wichtigsten Faktoren wie beispielsweise politische Gesichtspunkte betrachtet, welche die Biovielfalt in Europa beeinflussen. So sollte herausgearbeitet werden, wo das größte Bedürfnis nach Biovielfalt besteht. Es wurden Richtlinien erstellt und Indikatoren vorgeschlagen.

Mit Hilfe von Luftaufnahmen, Satelliten und Laserscannern wurden Messungen vorgenommen, die dann für unterschiedliche Bodennutzungsgradienten, von Waldgebieten bis hin zu intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen, getestet wurden. Zusätzlich wurde der Einfluss der veränderten Bodennutzung auf Komponenten der Biovielfalt wie Regenwürmer, Laufkäfer, Schmetterlinge, Pflanzen, Flechten und Vögel erfasst. Die Daten wurden an verschiedenen Orten in acht europäischen Ländern zusammengetragen.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass zwar die meisten Komponenten potenzielle Indikatoren sein können, dass aber die Makrofauna des Bodens der viel versprechendste Indikator für die Biovielfalt des Bodens ist. Die Makrofauna kann auf die Menge anderer Taxa hinweisen, indem sie starke und schwache Beziehungen zu anderen Komponenten anzeigt. Da die Indikatoren nun getestet worden sind, wird ihre mögliche Anwendung möglicherweise noch erweitert.

Kontakt:

Patrick Lavelle
Institut de Recherche pour le Developpement
Henri Varagnat 32, 93143 Bondy, Frankreich
Tel: +33-1-43037777
Fax: +33-1-48037681
Email: patrick.lavelle@bondy.ird.fr

Patrick Lavelle | ctm
Weitere Informationen:
http://www.bondy.ird.fr

Weitere Berichte zu: Biovielfalt Indikator Makrofauna

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Wolkenbildung: Wie Feldspat als Gefrierkeim wirkt
09.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie