Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwicklung von Unterwasserstrukturen zur Erhaltung der Artenvielfalt im Meer

24.11.2004


Wissenschaftler sind ständig darum bemüht, das Wie und Warum der Natur zu erkunden. Schwedische Meeresbiologen haben neue Erkenntnisse auf diesem Gebiet erzielt, indem sie der Frage nach dem Schicksal von Meeresorganismen, die in die Nähe von Wellenbrechern geraten, auf den Grund gegangen sind.



Die Bereiche, wo die Wellen des Ozeans auf von Menschenhand geschaffene oder auch natürliche Hindernisse treffen, nennt man Wellenbrechergebiete. Einerseits tragen die sich brechenden Wellen zur Erhaltung des Lebens bei, indem sie das Meerwasser mit frischem Sauerstoff anreichern. Auf der anderen Seite können dieselben Wellen, wenn sie nur genügend Kraft mitbringen, auch Leben beschädigen, verdrängen oder gar zerstören.



Vor dem DELOS-Projekt im Rahmen des EESD-Programms wusste man nur wenig über die interessante Beziehung zwischen den Wellen und den Meeresorganismen. Insbesondere fehlte es an Kenntnissen zu Wellenbrechergebieten in Bezug auf sogenannte Unterwasserstrukturen (Low Crested Structures - LCS).

Bei Feldstudien in Großbritannien und Italien kamen spezielle Methoden und Instrumente zum Einsatz, welche die Wellentätigkeit auf empirische Weise quantifizierten. Darüber hinaus wurden verschiedene Organismen, die jeweils unterschiedliche Stadien der Nahrungskette repräsentierten - von Algen bis hin zu Weichtieren untersucht.

Die Auswertung der gesammelten Daten zeigte eine lineare Beziehung zwischen der maximalen Wellenhöhe und der Schadens- bzw. Verdrängungswahrscheinlichkeit. Es wurde jedoch auch deutlich, dass extremer Wellengang, wie er zum Beispiel bei schweren Stürmen auftritt, besonders schwerwiegende Auswirkungen hat. Auswaschungen hingegen scheinen nur in der Bodenregion eine Gefahr darzustellen.

Eine weitere interessante Entdeckung ist die Bedeutung der maßstäblichen Darstellung. Die LCS-Geometrie kann in kleinem Maßstab so verändert werden, dass sie lebensfreundliche Bedingungen bietet und in großen Maßstab kann sie so angepasst werden, dass sie denselben Organismen bei ihrer Reifung Schutz bietet. Schließlich wurde die Mindestporengröße der LCS bestimmt, um ein Gedeihen der Makrofauna zu gewährleisten.

Der zusammenfassende Forschungsbericht ist in erster Linie für Regionen von Interesse, die ihre Küstengebiete durch LCS schützen möchten, ohne die Gesundheit des Meeres zu gefährden.

Kontaktangaben

Prof. Per Jonnson
Department of Marine Ecology
Tjarno Marine biological laboratory
45296 Stromstad, Schweden
Tel: +46-52-668627
Fax: +46-52-668607
Email: per.jonsson@tmbl.gu.se

Prof. Per Jonnson | ctm
Weitere Informationen:
http://www.gu.se

Weitere Berichte zu: LCS Maßstab Meeresorganismen Unterwasserstruktur Welle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Blattkäfer: Schon winzige Pestizid-Dosis beeinträchtigt Fortpflanzung
26.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Akute myeloische Leukämie (AML): Neues Medikament steht kurz vor der Zulassung in Europa
26.07.2017 | Universitätsklinikum Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops