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Diabetes-Gen gefunden

28.10.2004


Unterschiede bei der Immunreaktion zwischen Weißen und Schwarzen



Wissenschaftler der Wake Forest University Baptist Medical Center haben ein Gen identifiziert, das mit Typ 2 Diabetes und der Reaktion des Körpers auf Insulin in Zusammenhang steht. Forschungsleiter Donald W. Bowden sagte, das Gen PTPN1 befinde sich auf Chromosom 20, das von Forschern schon länger als Zielgebiet für Diabetes vermutet wurde.

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"Das Protein, das dieses Gen produziert, unterdrückt die Insulin-Reaktion. Wenn das Protein in großen Mengen hergestellt wird, ist die Fähigkeit auf das Insulin zu reagieren abgestumpft, was wiederum zu einem höheren Glucose-Gehalt im Blutkreislauf führt. Wenn dieser zu hoch ist, spricht man von Diabetes", erklärt Bowden. Die Wissenschaftler fanden verschiedene Varianten des PTPN1 Gens. Eine verbreitete Form steht in Verbindung mit Diabetes, eine andere scheint davor zu schützen. Die riskante Form des PTPN1 Gens tritt in fast 35 Prozent der weißen Bevölkerung auf, die schützende Variante in 45 Prozent. Die anderen Ausprägungen scheinen neutral zu sein und das Risiko für Diabetes weder zu verstärken noch zu reduzieren. "Es gibt freilich noch andere Gene, die zu Diabetes beitragen", so Bowden.

Die Forscher fanden ein bemerkenswert ähnliches Muster bei der hispanischen Bevölkerung. Bei hispanischen Familien reagierten Personen mit der riskanten Form des Gens nicht gut auf Insulin und hatten höhere Niveaus von Glucose im Blut - beides Risikofaktoren für Diabetes. Nun versuchen die Forscher herauszufinden, welchen Einfluss die verschiedenen Formen des Gens auf Diabetes in der Gesamtbevölkerung haben. Eine Schätzung spricht von 20 Prozent der Diabetes-Fälle bei weißen Amerikanern. "Der Effekt scheint aber bei Afro-Amerikanern nicht gegeben zu sein", führt Bowden die Ergebnisse seines Teams aus. Bei Afro-Amerikanern sind scheinbar andere Gene für Diabetes verantwortlich. Die Studie wurde anhand dreier Versuchsreihen durchgeführt, wobei je einer Gruppe mit Diabetes-Patienten eine gesunde Kontrollgruppe gegenübergestellt wurde. Die Ergebnisse der hispanischen Diabetes-Gruppe decken sich mit denen der Weißen.

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www1.wfubmc.edu

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