Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entfernung von totem Holz bedroht Leben im Wald

26.10.2004


WWF fordert den Schutz der natürlichen Lebensräume




Viele Spezies, die im Wald beheimatet sind, sind durch die Entfernung toter und sterbender Bäume bedroht. Laut WWF leiden Insekten, Pflanzen, Vögel und Säugetiere unter der steigenden Tendenz verwesendes Holz wegzuräumen. Dabei sind Wälder mit alten und toten Bäumen in besserer Verfassung und widerstandsfähiger gegen Pflanzenschädlinge und andere Gefahren.

... mehr zu:
»Bäume »Spezie »Waldbesitzer »Wälder


Der WWF möchte die Waldbesitzer dahingehend motivieren, totes Holz in ihren Wäldern zu belassen, um die Symbiose im Wald aufrechtzuerhalten. Immerhin ist ein Drittel der Waldbewohner beim Überleben auf sterbende Bäume, gefällte Baumstämme und Äste angewiesen. Im offiziellen WWF-Bericht heißt es: "Die Entfernung von verwesendem Holz und alten Bäumen aus Europas Wäldern hat zu einem drastischen Rückgang an Spezies wie Insekten, Käfern, Pilzen und Flechten geführt." Spechte, Fledermäuse und Eichhörnchen, die in Hohlräumen nisten, verlieren ihren natürlichen Lebensraum. Jene Spezies, die sich vom toten Holz ernähren oder dort Schutz suchen, stellen die größte Gruppe bedrohter Arten dar. Laut WWF fehlt den Verantwortlichen das Verständnis, wie wichtig das verrottende Holz für die Biodiversität ist. Daniel Vallauri vom WWF sagte: "Den Wäldern Europas sollte es erlaubt werden, in Würde zu altern."

Durch die Aufräumarbeiten im Wald führe man einen unnotwendigen kosmetischen Eingriff in das natürliche Ökosystem durch, das große Teile seiner Artenvielfalt bedroht. Der Bericht führt weiters aus, dass Wälder mit alten und toten Bäumen oft viel gesünder sind und resistenter gegen klimatische Veränderungen als saubere, junge Wälder. Totes Holz versorgt den Wald mit organischem Material und Nährstoffen für Bäume, verhindert Erosion und speichert langfristig Kohlenstoff, wodurch es die Auswirkungen des Klimawandels mindert.

Der WWF fordert die europäischen Regierungen, Waldbesitzer und die Industrie auf, die Bestände an totem Holz in betreuten Wäldern um 20 bis 30 Kubikmeter pro Hektar bis zum Jahr 2030 anzuheben. Vallauri: "Wir müssen den Mythos widerlegen, dass totes Holz und alte Bäume einen kranken Wald bedeuten. In den meisten Fällen handelt es sich nämlich um einen gesunden Wald mit einem langen Lebenszyklus und einer großen Vielfalt an Lebensräumen für verschiedenste Spezies."

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.wwf.org

Weitere Berichte zu: Bäume Spezie Waldbesitzer Wälder

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neuer Mechanismus der Gen-Inaktivierung könnte vor Altern und Krebs schützen
23.02.2017 | Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI)

nachricht Alge im Eismeer - Genom einer antarktischen Meeresalge entschlüsselt
23.02.2017 | Universität Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie