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Geheimnisse des Hörens entschlüsselt

14.10.2004


Protein TRPA1 ist für normales Hören entscheidend



Ein Team der Harvard Medical School hat ein Protein tief im Ohr entdeckt, das entscheidend für normales Hören zuständig ist. Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschafter herauszufinden, wie Töne in jene Nervenimpulse verwandelt werden, die das Gehirn auswertet. Entscheidend soll das Protein TRPA1 sein, das sich an den Spitzen der Haarzellen des Innenohres befindet. Bei der Untersuchung von Mäuseembryos zeigte sich, dass das Auftreten von TRPA1 während der Entwicklung mit der Fähigkeit der Haarzellen Vibrationen wahrzunehmen zusammenfiel. Es wird angenommen, dass das Protein Poren bildet, die sich synchron mit den Schallwellen öffnen und schließen. Damit wird ermöglicht, dass Ionen wie Natrium und Kalzium in die Zellen gelangen und die Vibrationen in elektrische Signale verwandeln können. Die Ergebnisse der Studie wurden in Nature veröffentlicht.

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Es war nicht bekannt, wie die mikroskopisch kleinen haarähnlichen Strukturen des Innenohres die Schallwellen in elektrische Signale umwandeln, die an das Gehirn weitergegeben werden. Experten hatten vermutet, dass an diesem Vorgang eine Art von Pore oder Kanal beteiligt ist, der der elektrischen Ladung ermöglicht, in die Zellen zu gelangen, die die Haare tragen. Das Team um David Corey geht jetzt davon aus, dass das Protein TRPA1 bei diesem Vorgang eine entscheidende Rolle spielt. Die Wissenschaftler erforschten die Rolle und Position des Proteins bei Mäusen und Zebrafischen. Es zeigte sich laut BBC, dass TRPA1 sich an den Spitzen der Haarzellen des Innenohres befindet. Ohne dieses Protein waren Zellen nicht länger in der Lage, elektrische Signale als Reaktion auf die Vibration zu erzeugen.

Es ist bereits bekannt, dass für das Hören Schallwellen den Gehörgang entlang bis zum Trommelfell gelangen und es zum Vibrieren bringen. Dieses Vibrieren versetzt drei kleine Knochen hinter dem Trommelfell, die Gehörknöchelchen, in Bewegung. Diese Knöchelchen geben die Vibrationen an eine dünne Gewebeschicht am Eingang zum Innenohr, an das ovale Fenster weiter. Die Bewegung dieses Fensters führt in der Folge zu wellenähnlichen Bewegungen in der Cochlea. Diese Innenohrschnecke enthält Tausende von winzigen Haarzellen, die mit Nerven in Verbindung stehen, die die Impulse an das Gehirn weitergeben, das die Töne interpretiert.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://hms.harvard.edu/hms/home.asp
http://www.nature.com

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