Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Molekulare Uhr als Fossilien-Zeitmesser

14.10.2004


Stammbaum erlaubt genaue Aufschlüsse evolutionärer Vorgänge



Französische Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, Evolutionsereignisse genauer zu datieren. Mithilfe von Molekülen aus lebenden Spezies kann zeitlich nachvollzogen werden, wann Organismen große Veränderungen durchgemacht haben, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.



Den Forschern geht es darum von Arten den "letzten gemeinsamen Vorfahren" zu finden. Bei großen Tieren geben Fossilienfunde meist gute Hinweise. Problematisch ist es jedoch dann, wenn es keine Fossilien gibt. DNA-Untersuchungen waren den Forschern zuwenig genau, da sich verschiedene Spezies mit verschiedenen Geschwindigkeiten veränderten. Damit wurden die Ausführungen zeitlich sehr ungenau. Dem Forscherteam um Emmanuel Douzery von der Universität Montpellier ist es gelungen, eine molekulare Uhr zu konzipieren, die die verschiedenen Stufen der Mutation in Lebewesen deutlich macht. Die Forscher haben 36 verschiedene lebende Spezies auf einem so genannten "Evolutionsbaum" eingetragen. Dabei wurden alle wesentlichen Organismen berücksichtigt.

Die Wissenschaftler untersuchten mehr als 100 Proteine in jeder dieser 36 Spezies. Die Proteine sind essenzielle Lebens-Moleküle, deren Aminosäuren-Sequenzen während der Evolution weitgehend unverändert blieben. Lediglich über lange Zeiträume gab es kleine Veränderungen der DNA, die die Proteinsequenzen auseinanderdriften ließen. Die Wissenschaftler hatten jene Differenzen zwischen den Spezies dazu verwendet, um die Geschwindigkeit der Mutationsrate in jeder Gruppe zu schätzen. Mit Hilfe eines Computerprogramms haben die Wissenschaftler dann die Ergebnisse auf den "Evolutionsbaum" eingetragen. Die Erstellung des Stammbaums im Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS dauerte aber mehrere Monate.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nature.com

Weitere Berichte zu: Organismus Protein Spezie Wissenschaftsmagazin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Welcher Scotch ist es?
25.07.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Teufelszwirn: Schmarotzer und dennoch Alarmüberträger bei Insektenbefall
25.07.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die turbulente Atmosphäre der Venus

25.07.2017 | Physik Astronomie

SEEDs – Intelligente Batterien mit zellinterner Sensorik

25.07.2017 | Energie und Elektrotechnik

Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

25.07.2017 | Physik Astronomie