Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie Wale Windenergie wahrnehmen

17.09.2004


Ökologische Begleitforschung zu Offshore Windenergieparks



Im Jahr 2030 sollen allein die seegestützten Windenergie-Anlagen 15% zur deutschen Stromversorgung (Basisjahr: 1998) beitragen. Die vorgesehenen Aufstellungsflächen liegen größtenteils in der Ausschließlichen Wirtschaftszone, seewärts der 12-Seemeilen Zone und der Nationalparks. Um die geplanten Anlagen möglichst umwelt- und naturverträglich zu bauen und zu betreiben, werden parallel zu den technischen Forschungsprojekten auch die Auswirkungen auf die gesamte Meeresökologie wissenschaftlich untersucht. Erste Ergebnisse präsentiert das BINE Projekt-Info "Ökologische Begleitforschung zur Offshore Windenergienutzung". Die Broschüre ist kostenfrei bei BINE Informationsdienst erhältlich - telefonisch unter 0228/9 23 79-0 oder im Internet.



Wichtige Teilgebiete der Ökosysteme Nord- und Ostsee sind wissenschaftlich bislang erst unzureichend erforscht. Daher können die zu erwartenden Auswirkungen von Offshore Windparks auf die Tier- und Pflanzenwelt bisher nur mit Unsicherheiten prognostiziert werden. Stören Baulärm und Betriebsgeräusche die Kommunikation und Orientierung der Schweinswale? Welche Auswirkungen haben die hohen Bauwerke auf den Vogelzug? Beeinträchtigen Windparks die Jagdgebiete der Seehunde? Diese und noch weitere Fragen werden im Rahmen der Ökologischen Begleitforschung untersucht. Die Ergebnisse sollen helfen, weitere Planungsgrundlagen für Offshore Windparks zu erarbeiten, Eignungsflächen mit möglichst geringen Auswirkungen auf die marine Umwelt zu identifizieren und Maßstäbe für Errichtung und Betrieb der Anlagen zu entwickeln.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht bereits heute vor, dass die Vergütungsregelungen für Windenergie in NATURA-2000-Schutzgebieten nicht gelten. Auch die bislang sieben genehmigten Offshore Windparks (August 2004) müssen sich noch während der Bau- und Betriebsphase einem mehrjährigen Begleitmonitoring stellen. Die ökologische Begleitforschung trägt mit ihrem großräumigen, ganzheitlichen Ansatz dazu bei, die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfungen zu den einzelnen Parks besser bewerten zu können.

BINE Informationsdienst
Mechenstraße 57, 53129 Bonn
Uwe Milles
Tel. +49 (0) 228/9 23 79-0
Fax +49 (0) 228/9 23 79-29
presse@bine.info

Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.bine.info

Weitere Berichte zu: BINE Begleitforschung Offshore Windenergie Windpark

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht 'Fix Me Another Marguerite!'
23.06.2017 | Universität Regensburg

nachricht Schimpansen belohnen Gefälligkeiten
23.06.2017 | Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften (MPIMIS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften