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Bestimmung der Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber Umweltbelastungen

24.08.2004


Der Grad der genotypischen und phänotypischen Variation von Mycelis Muralis wurde bereits experimentell analysiert. Die Ergebnisse gewähren einen Einblick in die Lebensfähigkeit dieser und anderer Arten in der Umwelt des 21. Jahrhunderts.



Mycelis Muralis, besser bekannt als Zarter Mauerlattich, ist eine ganzjährige Pflanze, die in einer Vielzahl von Wachstumsbedingungen gedeihen kann. Sie kommt in vielen verschiedenen europäischen Ländern vor und eignet sich bestens für die Untersuchung der Auswirkungen der Lebensraumzerstörung auf Pflanzeneigenschaften. Die aus nicht nachhaltigen Entwicklungsstrategien resultierende Zerstörung von Lebensräumen stellt für vorher stabile Ökosysteme eine wachsende Bedrohung dar.



Bei Experimenten im Rahmen eines EESD-finanzierten Projekts wurden die Eigenschaften von isolierten Mycelis Muralis-Populationen in Winschoten im Norden der Niederlande analysiert. Hierbei wurde ein für alle Proben typischer Multi-Locus-Genotyp (MLG) identifiziert. Um das durch Rekombination mögliche genetische Variationspotential zu bestimmen, wurden genetisch ungleiche Pflanzen in die Winschoten-Population eingebettet.

Nach einem mehrstufigen Prozess der Befruchtung, Keimung und Züchtung wurden die Nachkommen und eine kontrollierte Gruppe für zwei Mikrosatellitenloci analysiert. Mikrosatelliten sind ein optimales Diagnoseinstrument, das von Genforschern zur Unterscheidung zwischen zwei Proben verwendet wird. Grundlegende Kreuzungsraten, dass die Pflanze dank ihrer Genetik widerstandsfähig genug ist, um Gefahren wie die Zerstörung von Lebensraum zu überleben.

Die Experimente richteten sich zudem auf den Unterschied zwischen genotypischer und phänotypischer Variation im Hinblick auf mit der Ausbreitung zusammenhängenden Eigenschaften wie Samen- oder Pappusgröße. Die Variation des Phänotyps widerspiegelt die qualitativen und quantitativen Rückkopplungen, die sich aus der Interaktion zwischen Organismen und ihrer Umgebung ergeben. Für Mycelis Muralis war die genotypische Variation abgesehen von einer einzelnen Population im Allgemeinen sehr niedrig. Außerdem wurde die genotypische Variation nicht gründlich genug mit der beobachteten phänotypischen Variation in Beziehung gesetzt.

Diese Ergebnisse sind mit Hinblick auf die Rolle der natürlichen Auslese sowie der Reaktion solcher Arten auf äußere Einflüsse und deren Widerstandsfähigkeit von Bedeutung. Wir müssen uns der Empfindsamkeit und Anfälligkeit solcher Arten wie Mycelis Muralis, die von der Ausbreitung durch Wind abhängig sind, bewusst sein, wenn wir ihre natürlichen Lebensräume verändern.

Kontakt:

Dr. Kuke Bijlsma
University Of Groningen
Kerklaan 30
9751 NN, Haren Gn, Niger
Tel: +31-50-3632134
Fax: +31-50-3632348
Email: r.bijlsma@biol.rug.nl

Dr. Kuke Bijlsma | ctm
Weitere Informationen:
http://www.plant.wageningen-ur.nl/projects/plantdispersal/

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