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Erkennung von Glycerinkonzentrationen in Wein

27.07.2004


Die Weinherstellung hat einen bedeutenden Anteil an der europäischen Wirtschaft. Die Produktion hochwertiger Weine und die hierfür erforderlichen Normen sind besonders deshalb von Bedeutung, weil importierte Weine aus nicht-europäischen Ländern zunehmend auf den Markt drängen. Deshalb wurde ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Glycerinspuren in Wein erkannt werden können.



Glycerin ist eine farblose, geruchlose, süß schmeckende und sirupartige Flüssigkeit, die in der Natur vorkommt, aber auch künstlich erzeugt werden kann. Synthetisches Glycerin wird oftmals Weinen mit minderer Qualität hinzugefügt, um den Geschmack zu verstärken. Wichtigstes Ziel dieses Projekts war deshalb, zu bestimmen, ob das im Wein enthaltene Glycerin natürlich oder synthetisch ist und seine Echtheit zu beurteilen.



Da die Bestandteile von natürlichem und synthetischen Glycerin chemisch identisch sein können, wurde ein analytisches Verfahren verwendet, um die während des Produktionsprozesses dem Wein beigefügten synthetischen Glycerinmengen aufzuspüren. Der Schlüssel zur Bestimmung des Zusatzes an beigemengtem synthetischen Glycerin liegt bei den Substanzen, die während des Prozesses gebildet werden. Einige der Bestandteile sind nämlich keine natürlich vorkommenden Substanzen von Weintrauben oder Wein.

Ein wichtiger Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass es für verschiedene Weinsorten einschließlich Weiß- und Rotweine sowie liebliche oder trockene Weine verwendet werden kann. Außerdem haben die Ergebnisse gezeigt, dass Konzentrationen von synthetischem Glycerin genau und präzise in verschiedenen Laborumgebungen bestimmt werden können. Für die europäische Weinindustrie dürfte es eine erfreuliche Neuigkeit sein, dass bereits Richtlinien für die Verwendung dieser Methode und die Ergebnisinterpretation erstellt wurden.

Dr. Lees Michele | ctm
Weitere Informationen:
http://www.eurofins.com

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