Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dinosaurier: Zu viele Männchen schuld am Untergang

23.04.2004


Temperatur entscheidet bei Reptilien über Geschlecht

... mehr zu:
»Dinosaurier »Krokodil »Männchen »Reptil

Zu einer völlig neuen Theorie, was das große Sterben der Dinosaurier bewirkt hat, kommen britischer Forscher der University of Leeds. Ihrer Ansicht nach sind die großen Reptilien einfach deshalb ausgestorben, weil es zu viele Männchen und zuwenig Weibchen gegeben hat, berichtet BBC-Online. Die Gründe dafür liegen aber sehr wohl beim Wechsel des Klimas vor 65 Mio. Jahren.

Dinosaurier waren ebenso wie Krokodile heute Reptilien, die Eier gelegt haben. Bei Krokodilen entscheidet die Temperatur wo die Eier gelagert werden, darüber ob die Nachkommen weiblich oder männlich sind. Asteroideneinschläge haben dazu geführt, dass sich die Erdoberfläche abgekühlt hat. Danach sind vermehrt männliche Saurier auf die Welt gekommen. Das Gleichgewicht war damit nicht mehr hergestellt, meinen David Miller und seine Forscherkollegen von der University of Leeds.


200 Mio. Jahre lang waren die Dinosaurier allerdings an der Spitze des "ökologischen Baumes". Dann sind die Dinge für die Riesenechsen allerdings nicht mehr so gut gelaufen, meinen die Experten. Unklar scheint hingegen weiter zu sein, welche Konsequenzen Asteroideneinschläge genau auf die Riesenechsen gehabt haben. Fest steht, dass es auf der Erde zu einem Massensterben gekommen ist. Sand und aufgewirbelter Staub nach den Einschlägen der Asteroiden haben das Sonnenlicht nicht mehr auf die Erde fallen lassen. Die Folge waren immer niedrigere Temperaturen. Für die Saurier, wechselwarme Lebewesen, waren die geänderten Bedingungen dramatisch. Nicht deshalb, weil die Erde plötzlich so vergiftet war, sondern weil die Temperaturen so stark fielen.

Kritiker bemerkten, dass die Theorie mit den veränderten Geschlechtern nicht schlüssig sei, denn mehr als 50 Prozent aller Arten sind damals vor 65 Mio. Jahren ausgestorben. "Am schlimmsten hat es damals aber nicht die Tiere an Land, sondern in den Meeren getroffen", so Benny Pieser von der Liverpool John Moores University. Ungeklärt ist aber weiterhin, wie es Krokodile und Schildkröten schafften, das große Sterben bis heute zu überleben. Dabei, glauben die Forscher, war ihnen das wechselseitige Leben zwischen Land und Wasser offensichtlich von Vorteil.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.leeds.ac.uk

Weitere Berichte zu: Dinosaurier Krokodil Männchen Reptil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Feinste organische Partikel in der Atmosphäre sind häufiger glasartig als flüssige Öltröpfchen
21.04.2017 | Max-Planck-Institut für Chemie

nachricht Darmflora beeinflusst das Altern
21.04.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten