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Australische Wissenschaftler finden genetische Ursache für Krebs

15.04.2004


In einer bahnbrechenden Studie haben Wissenschaftler der in Sydney gelegenen University of New South Wales, sowie des St. Vincent’s Hospital und des Victor Chang Cardiac Research Institutes gezeigt, dass eine Funktionsstörung ansonsten normaler Gene eine mögliche Ursache für Krebs ist. Das Forscherteam konnte nachweisen, dass für Menschen das Risiko steigt, im Lauf ihres Lebens Krebs zu entwickeln, wenn sie ein bestimmtes Gen besitzen, das, obwohl ansonsten normal, abgeschaltet oder stillgelegt ist. Diese funktionelle Veränderung scheint der Grund für die Entwicklung verschiedener Krebsarten zu sein.



Die Schwerpunktsetzung in ihrer Arbeit auf die Funktionsweise eines Gens, anstatt wie bisher auf dessen Struktur, ist laut Professor Robert Graham, dem Direktor des Victor Chang Cardiac Research Institute, sowohl ein Durchbruch in der Krebsforschung als auch der Beginn einer neuen Denkweise über Gene.

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In weiteren Schritten wird das Forscherteam nun die chemische Modifikation der DNS genauer untersuchen, die zu der Funktionsänderung des Gens führt. "Dies könnte uns dabei helfen, jene Personen zu identifizieren, die einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt sind", so Professor Robyn Ward, Professor für Medizin an der University of New South Wales und Spezialist für Onkologie am St. Vincent’s Hospital. "Wenn sich die betroffenen Personen einer regelmäßigen Untersuchung durch eine Darmspiegelung unterziehen, kann der Darmkrebs früh erkannt werden. Bei der Entfernung von Polypen und Krebsgeschwüren in einem frühen Stadium hätten die Betroffenen eine normale Lebenserwartung."

Weitere Informationen in englischer Sprache:

Associate Professor Robyn Ward
Email: r.ward@garvan.unsw.edu.au
Tel.: 0061-2- 9295 8412

Sabine Ranke-Heinemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ranke-heinemann.de

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