Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geneprot Inc. eröffnet erste industrielle Grossanlage der Welt für Proteomik-Entdeckung und -Produktion in Genf

26.04.2001


... mehr zu:
»Protein »Tru64
Compaq installiert den weltweit leistungsstärksten, privatwirtschaftlich eingesetzten Supercomputer sowie die größte Serveranlage für Proteinforschung

GeneProt Inc. eröffnet heute in Genf, Schweiz, das erste groß angelegte Proteomik-Forschungszentrum der Welt. Damit wird GeneProt zu den internationalen Proteomik-Spitzenreitern vorstoßen und die Entwicklung neuer Medikamente und Biomarker fördern, die auf körpereigenen Proteinen basieren.

Im neuen Forschungszentrum ist ein führendes Team von Proteomik- und Bioinformatik-Pionieren tätig. Die Anlage wird 20 Stunden pro Tag in Betrieb sein. Um die riesigen Datenmengen, die bei den Proteomanalysen von GeneProt anfallen, zu erfassen, zu speichern und auszuwerten, wird mit den Supercomputer-Leistungen der Compaq Computer Corporation bestehend aus AlphaServer-Systemen, Tru64-UNIX-Software und StorageWorks-Systemen gearbeitet.

Mit Hilfe dieser Anlage soll eine große Anzahl bisher unbekannter Proteine für klinische Studien identifiziert und ausgewählt werden, die als Ansatzpunkte für potenzielle Medikamente oder Marker zu Diagnose- oder Präventivzwecken eingesetzt werden können.

"Das noch junge Forschungsgebiet der Proteomik verspricht neue Erkenntnisse über die genaue Funktionsweise der Proteine und ihre Rolle in verschiedenen Krankheiten", führt Dr. med. Cedric Loiret-Bernal, Chief Executive Officer von GeneProt aus. "GeneProt unterscheidet sich in folgenden Punkten von anderen Unternehmen, die Proteine vermarkten: die industrielle Dimension, in der wir arbeiten; unser Spitzenteam von Proteomikforschern; unsere Konzentration auf kleine, natürlich vorkommende Proteine mit dem größten kommerziellen Potenzial für neue Therapeutika und der Einsatz von chemischer Synthesetechnik statt gentechnischer Methoden."

"Einige der Firmen, die neu in der Proteomikbranche Fuß fassen, wollen innerhalb von ein paar Jahren Produkte entwickeln, die reif sind für klinische Studien. Wir gehen davon aus, dass wir potenzielle therapeutische Wirkstoffe bereits in sechs Monaten anbieten können", sagt Prof. Dr. med. Denis Hochstrasser, Präsident des wissenschaftlichen Beirats von GeneProt, Mitbegründer des Unternehmens sowie Mitglied des Verwaltungsrates.

GeneProt will ein vollständiges Proteinprofil von gesunden und erkrankten Körperflüssigkeiten und Geweben erstellen, indem es die Entwicklung eines Organismus, die Reifung von Zelltypen und Gewebe sowie den Verlauf von Erkrankungen anhand der entsprechenden Veränderungen untersucht. Damit sollen Zielproteine schneller ermittelt und die Entwicklung von neuen Produkten durch pharmazeutische und biotechnologische Firmen beschleunigt werden.

In der Anlage in Genf suchen 51 der modernsten Massenspektrometer nach Proteinen, die schon morgen zu durchschlagenden therapeutischen Wirkstoffen gehören könnten, wie Prof. Hochstrasser erklärt. "Dank unserem hohen Arbeitstempo und der Gründlichkeit unserer Analyse von natürlich vorkommenden Proteinen in gesundem und krankem Umfeld sollte der Zeitaufwand zur Entdeckung neuer Medikamente und zur Vermarktung eines neuen Produktes erheblich gesenkt werden können", ergänzt Prof. Hochstrasser.

GeneProt kann sich auf eine Aktienbeteiligung von Compaq stützen und setzt Compaqs Spitzenprodukte wie die in der Branche führenden AlphaServer-Systeme ein. Mit diesen AlphaServer-System wurde bereits ein erster Entwurf des menschlichen Genoms entschlüsselt, zusammen mit dem Compaq-Betriebssystem Tru64 UNIX. GeneProt hat sich für das StorageWorks-System von Compaq entschieden, um den hohen Anforderungen des ehrgeizigen Proteomik-Projekts an Speicher- und Zugriffsmöglichkeiten gerecht zu werden.

Die Supercomputer-Technologie umfasst 1420 Alpha-basierende Compaq Tru64 UNIX-Computerprozessoren, von denen jeder Prozessor über eine Milliarde Sequenzvergleiche pro Stunde verarbeiten kann, wodurch verfeinerte, leistungsstärkere Sequenzanalysen möglich werden.

"GeneProt hat sich bei der Auswahl des IT-Lieferanten für Compaq entschieden, weil das Unternehmen im Bereich von Hochleistungs-IT-Systemen und -Dienstleistungen für Firmen auf dem Genomikmarkt führend ist", erklärt Dr. Loiret-Bernal. Dank der Compaq-Technologie wird GeneProt für die Archivierung, Hardware und Wartung durch eine vom Genfer Forschungszentrum getrennte Serveranlage unterstützt. "Dass Compaq die Serveranlage innerhalb unseres knappen Zeitplans installieren konnte, war ausschlaggebend dafür, dass wir unser Proteomik-Zentrum so rasch in Betrieb nehmen konnten", fügt er hinzu.

Die Aktienbeteiligung von Compaq an GeneProt ist ein Teil des im September 2000 vorgestellten Genomik-Investitionsprogramms von Compaq über USD 100 Millionen. Mit diesem Programm sollen im Life Science Bereich tätige Unternehmen gefördert werden, indem sie finanzielle Unterstützung sowie Zugang zu den Hochleistungs-AlphaServer-Systemen, Tru64 UNIX und den StorageWorks-Speichersystemen erhalten, um diese im Bereich Genomik, Proteomik und ähnlichen Forschungszweigen einzusetzen.

Bill Blake, Compaqs Vice-President für High Performance Technical Computing, führt aus: "Compaqs Aktienbeteiligung an GeneProt verdeutlicht unser Engagement für neue Life Science Unternehmen im Bereich technischer Hochleistungsrechner. Gemäss der International Data Corporation (IDC) ist Compaq mit einem Marktanteil von 37 Prozent im Jahr 2000 das führende Unternehmen im Life Science Markt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Spitzenunternehmen wie GeneProt, die wir bei der Anwendung von Informationstechnologien unterstützen, damit sie ihre wissenschaftlichen Herausforderungen lösen können."

Für weitere Informationen:
Pressestelle Eröffnung GeneProt , c/o Burson-Marsteller
Schweiz / Österreich
Christoph Brudsche
Tel. ++41 31 356 73 00
Mobil++41 79 672 84 78
Fax++41 31 356 73 01
e-mail  Christoph_Brudsche@ch.bm.com
  
Deutschland
Katja Preugschat
Tel. ++49 40 3233 1114
Fax ++49 40 3233 1199
e-mail  Katja_Preugschat@de.bm.com

ots |

Weitere Berichte zu: Protein Tru64

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Besserer Schutz vor Gebärmutterhalskrebs
28.09.2016 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neuer Schalter entscheidet zwischen Reparatur und Zelltod
28.09.2016 | Universität zu Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der perfekte Sonnensturm

Ein geomagnetischer Sturm hat sich als Glücksfall für die Wissenschaft erwiesen. Jahrzehnte rätselte die Forschung, wie hoch energetische Partikel, die auf die Magnetosphäre der Erde treffen, wieder verschwinden. Jetzt hat Yuri Shprits vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und der Universität Potsdam mit einem internationalen Team eine Erklärung gefunden: Entscheidend für den Verlust an Teilchen ist, wie schnell die Partikel sind. Shprits: „Das hilft uns auch, Prozesse auf der Sonne, auf anderen Planeten und sogar in fernen Galaxien zu verstehen.“ Er fügt hinzu: „Die Studie wird uns überdies helfen, das ‚Weltraumwetter‘ besser vorherzusagen und damit wertvolle Satelliten zu schützen.“

Ein geomagnetischer Sturm am 17. Januar 2013 hat sich als Glücksfall für die Wissenschaft erwiesen. Der Sonnensturm ermöglichte einzigartige Beobachtungen, die...

Im Focus: New welding process joins dissimilar sheets better

Friction stir welding is a still-young and thus often unfamiliar pressure welding process for joining flat components and semi-finished components made of light metals.
Scientists at the University of Stuttgart have now developed two new process variants that will considerably expand the areas of application for friction stir welding.
Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH supports the University of Stuttgart in patenting and marketing its innovations.

Friction stir welding is a still-young and thus often unfamiliar pressure welding process for joining flat components and semi-finished components made of...

Im Focus: Neuer Schalter entscheidet zwischen Reparatur und Zelltod

Eine der wichtigsten Entscheidungen, die eine Zelle zu treffen hat, ist eine Frage von Leben und Tod: kann ein Schaden repariert werden oder ist es sinnvoller zellulären Selbstmord zu begehen um weitere Schädigung zu verhindern? In einer Kaskade eines bisher wenig verstandenen Signalweges konnten Forscher des Exzellenzclusters für Alternsforschung CECAD an der Universität zu Köln ein Protein identifizieren (UFD-2), das eine Schlüsselrolle in dem Prozess einnimmt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Structural & Molecular Biology veröffentlicht.

Die genetische Information einer jeden Zelle liegt in ihrer Sequenz der DNA-Doppelhelix. Doppelstrangbrüche der DNA, die durch Strahlung hervorgerufen werden...

Im Focus: Forscher entwickeln quantenphotonischen Schaltkreis mit elektrischer Lichtquelle

Optische Quantenrechner könnten die Computertechnologie revolutionieren. Forschern um Wolfram Pernice von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie Ralph Krupke, Manfred Kappes und Carsten Rockstuhl vom Karlsruher Institut für Technologie ist es nun gelungen, einen quantenoptischen Versuchsaufbau auf einem Chip zu platzieren. Damit haben sie eine Voraussetzung erfüllt, um photonische Schaltkreise für optische Quantencomputer nutzbar machen zu können.

Ob für eine abhörsichere Datenverschlüsselung, die ultraschnelle Berechnung riesiger Datenmengen oder die sogenannte Quantensimulation, mit der hochkomplexe...

Im Focus: First quantum photonic circuit with electrically driven light source

Optical quantum computers can revolutionize computer technology. A team of researchers led by scientists from Münster University and KIT now succeeded in putting a quantum optical experimental set-up onto a chip. In doing so, they have met one of the requirements for making it possible to use photonic circuits for optical quantum computers.

Optical quantum computers are what people are pinning their hopes on for tomorrow’s computer technology – whether for tap-proof data encryption, ultrafast...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Folgenschwere Luftverschmutzung: Forum zur Chemie der Atmosphäre

28.09.2016 | Veranstaltungen

European Health Forum Gastein 2016 beginnt

28.09.2016 | Veranstaltungen

Compliance im Fokus - CLARIUS.LEGAL auf der Dialog on Tour in Hamburg

28.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie Blockchain die Finanzwelt verändert

28.09.2016 | Wirtschaft Finanzen

Neue Plasmaanlage - Präzise und hoch entwickelte Chips

28.09.2016 | Physik Astronomie

Ressourcenstudie: Konsequente Kreislaufführung bringt Rohstoff- und Energiewende voran

28.09.2016 | Studien Analysen