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Leptin verwandelt Fettzellen in Fettverbrennungszellen

10.02.2004


Drastischer Gewichtsverlust ohne Nebenwirkungen



Wissenschaftler des University of Texas Southwestern Medical Center haben mittels Gentherapie fettspeichernde Zellen in fettverbrennende Zellen verwandelt. Das neue Verfahren beruht auf dem Zusatz des Proteins Leptin. Im Versuch verloren Ratten ohne sichtbare Nebenwirkungen drastisch an Gewicht. Nach 14 Tagen wogen sie laut BBC statt 280 Gramm noch 207. Trotz einer zusätzlichen Futterreduzierung von 30 Prozent blieben die Tiere gesund und aktiv. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

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Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf Ratten, die mit einer genetisch bedingten Neigung zu Diabetes gezüchtet wurden. Sie injizierten den Tieren ein Virus, das das Leptin Gen enthielt. Die Analyse einzelner Fettzellen unter dem Mikroskop zeigte, dass sich die Zellen verkleinerten und mehr Mitochondrien entwickelten. Zusätzlich erhöhte sich die Menge jener Enzyme, die den Fettstoffwechsel ankurbeln. Jene Enzyme, die diesen Stoffwechsel normalerweise behindern, nahmen ab. Die Ratten zeigten keine der Nebenwirkungen, die sonst bei Fettverlust durch Entkräftung oder Insulindefizienz hervorgerufen werden. Dazu können der Verlust von Körpermasse, Hunger und der Aufbau von toxischen Substanzen wie Ketonen im Blut gehören. Auch bei Zwangsfütterungen nahmen jene Ratten, die das Leptin Gen erhalten hatten, langsamer zu.

Das Team betont, dass weitere Forschungen notwendig seien, um den genauen Mechanismus hinter den Veränderungen zu analysieren. Sie gehen jedoch davon aus, dass diese Ergebnisse weit reichende Konsequenzen für die Behandlung von Fettleibigkeit haben können. "Der erzielte Gewichtsverlust war deutlich rascher und größer als er durch eine Einschränkung der Kalorienzufuhr erreicht werden kann." Der leitende Wissenschaftler Roger Unger erklärte, dass sich die Struktur der Fettzellen derart veränderte, dass eine neue Art von Zellen entstand. Leptin wird normalerweise von Fettzellen produziert. Es steht aber in keinem Zusammenhang mit der Ablagerung von überflüssigem Fett.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www8.utsouthwestern.edu
http://www.bbc.co.uk
http://www.pnas.org

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