Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In-vitro-Mäuse schneiden bei Tests schlechter ab

28.01.2004


Tiere sind ängstlicher und vergesslicher


Mäuse, die von Embryos stammen, die im Labor gezüchtet wurden, zeigen gegenüber normalen Mäusen deutliche Verhaltensunterschiede. Die Tiere waren besonders ängstlich und schnitten bei Gedächtnistests schlechter ab. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der Penn State University gekommen. Die in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass die Laborumgebung einen entscheidenden Einfluss hat.

Die Wissenschaftler betonen laut BBC, dass es derzeit noch zu früh sei diese Erkenntnisse auf künstlich befruchtete menschliche Embryos anzuwenden. Es sei jedoch ratsam, die mögliche Auswirkungen der Nährflüssigkeit auf den Embryo durch das Verhindern unnötiger Verzögerungen zwischen Befruchtung und Einpflanzung zu minimieren. Diese Nährflüssigkeit versorgt den Embryo vor der Einpflanzung mit allen für Überleben und Entwicklung notwendigen Substanzen. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine genaue Nachbildung der im menschlichen Körper vorkommenden Chemikalien. Es wurde bereits von mehreren Wissenschaftlern angenommen, dass dieses künstliche Umfeld einen Einfluss auf die embryonale Entwicklung haben könnte. Denkbar sei, dass bestimmte Gene als Reaktion auf die Zusammensetzung der Nährflüssigkeit falsch exprimieren.


Während der durchgeführten Standardtests zu Verhalten und Lernen zeigten männliche Mäuse Anzeichen von Ängstlichkeit, die sich unter anderem in einer Vorliebe für offene Flächen äußerte. Zusätzlich zeigten sie im Vergleich zu normal gezeugten Mäusen kleine aber statistisch signifikante Verminderungen der Gedächtnisleistung. Der leitende Wissenschaftler Richard Schultz erklärte, dass diese Ergebnisse nicht direkt auf Kinder zuträfen, die durch künstliche Befruchtungsverfahren gezeugt wurden. (Ende)

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.psu.edu
http://www.pnas.org

Weitere Berichte zu: Einpflanzung Embryo In-vitro-Mäuse Mäuse Nährflüssigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen
22.06.2017 | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

nachricht Im Mikrokosmos wird es bunt: 124 Farben dank RGB-Technologie
22.06.2017 | Max-Planck-Institut für Biochemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie