Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Empfindliche und zuverlässige Detektion der Inhaltsstoffe von funktionellen Lebensmitteln

27.01.2004


Funktionelle Lebensmittel ("functional foods") gelten zwar gemeinhin als vorteilhaft für die menschliche Gesundheit, doch wirklich nachgewiesen wurde dies bislang nicht. Deshalb wurden in einem von der EU finanzierten Projekt gezielt die Caseinophosphopeptide (CPPs) untersucht. Dabei handelt es sich um Nutrazeutika- und Functional-Food-Inhaltsstoffe, die in der Lebensmittelherstellung und in pharmazeutischen Anwendungen verwendet werden.

... mehr zu:
»CPPs »Detektion

In der heutigen Lebensmittelindustrie gibt es einen Trend, gesundheitsfördernde Eigenschaften von Lebensmitteln zu nutzen, und es kommen immer mehr funktionelle Lebensmittel auf den Markt, deren Inhaltsstoffe die menschliche Gesundheit verbessern und die Lebensqualität steigern können. Doch obwohl funktionelle Lebensmittel bei den großen Lebensmittel- und Getränkeherstellern hoch im Kurs stehen, ist über ihre tatsächlichen Vorteile für die menschliche Gesundheit wenig bekannt. Dabei benötigen Ärzte, Ernährungswissenschaftler und Gesetzgeber detaillierte wissenschaftliche Daten über diese Inhaltsstoffe.

Um den Anspruch zu untermauern, dass funktionelle Lebensmittel tatsächlich Vorteile bringen, wurden in diesem Projekt neue wissenschaftliche Erkenntnisse über CPPs gesammelt. Konkret wurden dabei Forschungsarbeiten zur Produktion, Anwendung, Wirksamkeit und Sicherheit dieser speziellen mineralbindenden Peptide durchgeführt. Diese Studien dürften auch das Bewusstsein der Verbraucher für funktionelle Lebensmittel und Lebensmittel-Inhaltsstoffe maßgeblich verbessern.


Eines der Projektergebnisse war die Validierung eines nützlichen Hilfsmittels für den Nachweis und eine annähernde Quantifizierung von CPP-Mischungen, die als funktionelle Lebensmittel verwendet werden können. Es beinhaltet ein neuartiges Enzym-Immunoassay (EIA), das sich durch große Spezifität und hohe Empfindlichkeit für CPP-Präparate auszeichnet, zumindest für solche, die unter Verwendung klassischer, lebensmittelgeeigneter Enzyme hergestell wurden.

Das EIA-Verfahren könnte nicht nur einen wirksamen Nachweis von Fragmenten von CPP-Zusätzen in Lebensmittel-Endprodukten erlauben, sondern auch eine Kontrolle auf die Existenz solcher Stoffe nach einer Weiterverarbeitung oder Lagerung ermöglichen. Darüber hinaus könnte diese Neuerung den Wissenschaftlern die Möglichkeit bieten, neue Aspekte zur Stabilität von CPPs während der Verdauung sowie zur Bioverfügbarkeit und Wirkungsweise als funktionelle Lebensmittel zu erforschen.

Um zu möglichst praxistauglichen Ergebnissen zu gelangen, wurde im Projekt auch an der physiochemischen und funktionellen Charakterisierung von CPP-abgereicherten Nebenprodukten gearbeitet. Aufgrund dieser Arbeiten sind nun Daten zu speziellen Derivaten verfügbar, die von den Anwendern von Lebensmittel-Proteinzusätzen genutzt werden können. Ebenfalls untersucht wurde das allergene Potenzial von CPPs, wobei sich keine Anzeichen für irgendeine ernsthafte Reaktion allergischer Verbraucher auf die Aufnahme von CPPs ergaben.

Kontakt:

Richard Fitzgerald
University of Limerick
Department of Life Sciences
Limerick, Irland
Tel: +353-61-202598
Fax: +353-61-331490
Email: dick.fitzgerald@ul.ie

Richard Fitzgerald | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ul.ie
http://www.cordis.lu

Weitere Berichte zu: CPPs Detektion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neuartiges Hepatitis-B-Virus bei Kapuzineraffen entdeckt
20.06.2018 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Was leisten Meeresschutzgebiete für Korallenriffe?
20.06.2018 | Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Im Focus: Revolution der Rohre

Forscher*innen des Instituts für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg lassen Rohrleitungen, Schläuchen oder Behältern in Zukunft regelrecht Ohren wachsen. Sie entwickelten ein innovatives akustisches Messverfahren, um Ablagerungen in Rohren frühzeitig zu erkennen.

Rückstände in Abflussleitungen führen meist zu unerfreulichen Folgen. Ein besonderes Gefährdungspotential birgt der Biofilm – eine Schleimschicht, in der...

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorhersage von Kristallisationsprozessen soll bessere Kunststoff-Bauteile möglich machen

20.06.2018 | Materialwissenschaften

Agrophotovoltaik goes global: von Chile bis Vietnam

20.06.2018 | Energie und Elektrotechnik

Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

20.06.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics