Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Marktentwicklung optischer Datenspeicher aus Polycarbonat

02.04.2001


... mehr zu:
»Audio »CD-Rom »DVD »Datenspeicher »Polycarbonat
Gemeinsam mit Philips war Bayer 1982 mit Hilfe eines speziell entwickelten Polycarbonattyps mit dem Handelsnamen Makrolon ein Pionier der Herstellungs-Technologie für Compact Disks. Ausgehend von einem
Jahresverbrauch von cirka 100.000 Tonnen Polycarbonat für optische Datenspeicher in 1995, entwickelte sich dieser Markt überproportional auf insgesamt 350.000 Tonnen im Jahr 2000. Bei geschätzten jährlichen Zuwachsraten von 20 Prozent wird für 2005 ein Jahresverbrauch von rund 700.000 Tonnen prognostiziert - eine Verdopplung in fünf Jahren.

Der Gesamtverbrauch an 350.000 Jahrestonnen Polycarbonat in 2000 unterteilt sich in 75 Prozent für Audio CDs und CD-ROMs, 21 Prozent für bespielbare CD-Rs und vier Prozent für DVDs. In konkreten Stückzahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass sich die im Jahr 2000 insgesamt produzierten cirka 21 Milliarden optische Datenspeicher wie folgt aufteilen: 16 Milliarden Audio CDs und CD-ROMs, vier Milliarden CD-Rs sowie 900 Millionen DVDs.

Der Markttrend insgesamt geht voraussichtlich dahin, dass sich der Bedarf an Audio CDs und CD-ROMs bei gleichzeitigem enormen Wachstum für CD-Rs und DVDs insgesamt veringert. Es wird prognostiziert, dass sich der für 2005 erwartete Jahresverbrauch von insgesamt 700.000 Tonnen Polycarbonat in 40 Prozent für Audio CDs und CD-ROMs, 37 Prozent für CD-Rs und bereits 23 Prozent für DVDs untergliedert.

Entscheidend für das rasante Wachstum von Polycarbonat für optische Datenspeicher war die marktgerechte Weiterentwicklung der Speichermedien mit immer höherer Speicherdichte. Ausgehend von der ursprünglich als Musikträger entwickelten Compact Disk folgte die CD-ROM als Datenspeicher mit 680 Megabyte Speichervolumen bevorzugt für Textdaten. Auf ihr lassen sich Informationen von 240.000 beschriebenen DIN A 4-Seiten ablegen. Mit der Weiterentwicklung der CD zur Digital Versatile Disk, kurz DVD, bietet sich heute die Möglichkeit, ganze Kinofilme mit Audiospuren in mehreren Sprachen in höchste Bildqualität digital abzuspeichern. Je nach Ausführung bieten DVDs, die der CD sehr ähnlich sehen, zwischen vier und 18 Gigabyte Speicherkapazität. Eine DVD-10 etwa bietet 9,4 GB Speicherplatz, das entspricht 5.000 HD-Disketten oder 14 CD-ROMs. Mit ein und demselben Kunststoff Polycarbonat konnte also von der CD bis zur DVD eine Steigerung des Speichervolumens um den Faktor 25 erzielt werden.

Die optischen Datenträger von Morgen werden mit blauem Laserlicht ausgelesen werden die geringere Wellenlänge ermöglicht es, noch kleinere Pits als bisher zu unterscheiden. Eine weitere technische Entwicklung wird dahin gehen, die Pits nicht mehr wie bisher unter einer Schicht aus Makrolon unterzubringen, sondern für bereits in der Entwicklung befindliche Datenträger mit 20 bis 25 Gigabyte Speichervermögen mehr oder weniger direkt an der Oberfläche. Für beide Zukunftsprojekte hat Bayer mit den Weiterentwicklungen Makrolon DP 1-1265 und ST-3000, einem Produkt des Gemeinschaftsunternehmens Teijin Bayer Polytech, geeignete Produkte erfolgreich in der Entwicklung.

Thim, Johann |

Weitere Berichte zu: Audio CD-Rom DVD Datenspeicher Polycarbonat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Faszien: Vernetzt von Kopf bis Fuß
23.01.2018 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

nachricht Flattern, wo der Pfeffer wächst
23.01.2018 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

Die Flugerprobung des Airbus A320neo

23.01.2018 | Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

23.01.2018 | Physik Astronomie

Neue Formeln zur Erforschung der Altersstruktur nicht-linearer dynamischer Systeme

23.01.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Dreifachblockade am Glioblastom

23.01.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics